(3) Citroën C5 Tourer – Fahrbericht

von Gerd Kebschull am 17. März 2012

Der Citroën C5 geht in die dritte Runde. Auf dem Landstraßen-Test muss der Schöne aus Frankreich zeigen, ob er auch flott in den Kurven ist.

Der Citroën C5 Tourer gibt sich keine Blöße

Der Citroën C5 Tourer hat einen guten Job gemacht. In meinen “Standard-Modus” Sport, liegt er gut auf der Straße. Das 200 PS-Triebwerk sorgt für ordentlichen Vortrieb. Wie macht er sich auf der Landstraße?

Citroen C5 Tourer by Carlsson

Citroen C5 Tourer by Carlsson - Carlsson steht für Topp-Sportlichkeit

Felix Sutschek, Redakteur von Auto-Online-Magazin, ist den Citroën C5 Tourer auf seiner Lieblingstrecke gefahren.

Felix, wie ist dein erster Eindruck?

Felix Sutschek

Felix Sutschek

Felix Sutschek: C5 Carlsson? Ich bin mir nicht ganz klar was das Ziel der Kooperation ist. Carlsson kannte ich bisher als “Veredler” von Mercedes, der den teilweise dröge wirkenden alten Mercedes Modellen etwas Sportlichkeit verliehen hat. Der C5 Carlsson sieht sportlicher aus als das Serienpendant, ist im Herzen aber ein Gleiter geblieben. Weder das Fahrwerk noch die Lenkung sind auf Sportlich hart getrimmt. Und der Motor macht zwar ordentlich Dampf, dafür hört man ihn eigentlich nie wirklich. Außer vielleicht man schaltet das Radio aus. Selbst wenn man die recht konfus angeordneten Schalter für „Sport“ gefunden und betätigt hat, aus dem C5 Carlsson machen sie nur einen noch schnelleren Gleiter, keinen „Sportwagen“.

Der Citroën C5 hatte natürlich einen schweren Stand, als “Nachfolger” für den Porsche Panamera.

Wie hat dir das Getriebe gefallen?

Citroen C5 Tourer by Carlsson

Citroen C5 Tourer by Carlsson - Chic, der C5. 200 PS sorgen für Vortrieb

Felix Sutschek: Als Vertreter der guten alten „ich will von Hand schalten“ Mentalität, kann ich das Automatikgetriebe natürlich nicht uneingeschränkt loben. Es schaltet gut und weich, nicht aber so unmerklich wie es die Doppelkupplungsgetriebe konnten, die ich schon gefahren habe. Mit den Schaltpunkten bin ich auch nicht immer zu Recht gekommen, manchmal fühlte ich mich etwas bevormundet von der Automatik. Interessant auch, dass es keine Schaltwippen am Lenkrad gab. Wer sich aber davon lossagen kann, und sich auf das Gesamtkonzept einlässt, der findet einen bequemen Gleiter in dem C5.

Dein persönliches Fazit?

Felix Sutschek: Der C5 ist ein Schönling. Mich haben die Doppeltendrohre etwas irritiert, den Motor hat man eigentlich nie wirklich gehört. Wer von Carlsson einen durchweg auf sportlich getrimmten Wagen erwartet hat, wird hier aber eines Besseren belehrt. Der C5 ist ein Gleiter. Ein Langstreckenläufer, der seinen Fahrer verwöhnt und nach Außen hin eine sehr dynamische Linie verkörpert.

Fazit

Citroen C5 Tourer by Carlsson

Citroen C5 Tourer by Carlsson - Bullige Fassade, fetter Spoiler mit Seitenlippen

Nach 2160 Testkilometern haben wir einen Gesamtverbrauch von 7,7 Litern notiert. Das haut einen nicht aus den Socken. Vermutlich wird der “Schalter” einen Liter weniger konsumieren.

Der Citroën C5 Tourer mit 200 PS ist ein tolles Auto, gut ausgestattet, mit 200 Diesel-PS flott unterwegs. Klappe auf, Gepäck rein, glücklich sein! Auch ein IKEA-Einkauf bringt den C5 nicht ins Schwitzen. Beim Getriebe kassiert der C5 Minus-Punkte, vielleicht auch nur ein persönliches Problem, da der Tester lieber selbst schaltet. Der Citroën C5 Tourer mit 200 PS startet bei 38.050 Euro.

Jetzt freuen wir uns auf den Citroën DS5 als Hybrid (Juli 2012). Ein spannendes Thema. Als nächstes Fahrzeug in der Serie “DieselPower” startet der Audi A5 3.0 TDI (250 PS).

Der nächste Testkandidat steht schon in den Startlöchern. Nach den “Osterferien” muss der Volkswagen Up zeigen ob er ein echter City-Flitzer ist und ob er auch auf der Langstrecke einen guten Job macht.

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Fotos © Redaktionsbüro Kebschull | Citroën Deutschland

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(2) Citroën C5 Tourer by Carlsson

von Gerd Kebschull am 12. März 2012

Der Citroën C5 Tourer ist mit seinen 200 Diesel-PS ein echter Dampfhammer. Ihn mit dem über zwei Mal teureren Porsche Panamera Diesel zu vergleichen, wäre unfair. Wie hat der Schöne sich im Alltag bewährt?

Der Citroën C5 auf dem Long-Run-Turn

Der Citroën C5 macht einfach Spaß auf der Strecke. Der Fahrspaß wurde nur durch das 6-Gang-Getriebe etwas gedämpft. OK, ich bin sowie so kein Automatik-Fan – und wenn, dann sollte es ein DSG-Getriebe sein, die wir hier ja schon im Porsche Cayman R oder im Volkswagen Scirocco R getestet haben.

Citroen C5 Tourer 200 PS by Carlsson

Citroen C5 Tourer 200 PS by Carlsson - Elegante Sylouette, chicer Kombi

Schau mir in die Endrohre, Liebling

Citroen C5 Tourer 200 PS by Carlsson

Citroen C5 Tourer 200 PS by Carlsson - Schau mir in die vier Endrohre Liebling

Der Citroën C5 ist ein eleganter Kombi. Durch die Veredelung von Carlsson hat er vier hübsche Endrohre bekommen. Das macht auf den Hintermann enormen Eindruck. Aber soundtechnisch kommt – wie bei einem Diesel zu erwarten – da nicht viel raus. Der C5 flüstert wie der Panamera Diesel oder der Audi R18 (LMP1-Sportwagen für Le Mans). Da macht der Citroën DS4 mit dem 200 PS-Triebwerk schon mehr “sportlichen Radau”.

Kraftstoffverbrauch

Beim Kraftstoffverbrauch gab es Licht und Schatten. Für die Autoplenum-Vergleichsrunde genehmigte sich der Citroën C5 5,8 Liter pro 100 Kilometer. Da war der 6-Zylinder Porsche Panamera 0,1 Liter sparsamer. Dann die Überraschung: Auf der Minimalrunde ein Verbrauch von sensationellen 5,1 Litern pro 100 Kilometern. Insgesamt zeigt sich der Citroën C5 dieseltypisch sparsam mit etwa 6 bis 7 Litern pro 100 Kilometern. Da der C5 auf der Autobahn ständig flüstert “Gib mir Gas”, wird man ihn kaum unter 6,5 l/100km ans Ziel bringen.

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-
Vergleichsrunde
56 75 5,9
Super-Spar 28 58 5,1
Landstraße, flott 85 75 6,8
Landstraße
sparsam
80 67 5,7
BAB sparsam 176 110 6,3
BAB normal 215 117 7,7 215 117 7,7
BAB schnell 107 142 9,4 107 142 9,4
Stadt 80 23 10,2

Testverbrauch nach 2.000 Kilometer (aktuell)  7.7 l/100 km (wird nachgetragen)

Alltag

Citroen C5 Tourer 200 PS by Carlsson

Citroen C5 Tourer - Der C5 by Carlsson ist gut ausgestattet. Spurassistent, Parklückenfinder, alles da

Klappe auf (elektrisch) – einladen, Klappe zu – losfahren. Wir können dem Citroën C5 Tourer hohe Alltagstauglichkeit bescheinigen. Ärgerlich, wie nah der wichtigste Knopf an der Bedieneinheit (Navi, Radio usw.) am Schalthebel ist. Sicher ein Lapsus – man gewöhnt sich daran. Nett: Wenn die Fahrertür geöffnet wird, fährt der Sitz des Fahrers nach hinten. Das ist für den Fahrer komfortabel, könnte aber für den Hintermann etwas störend sein. Der höfliche Fahrer lässt also erst “die Hinterbänkler” aussteigen.

Unbequem, wie schon einmal kritisiert: Die Tankklappe ist nicht mit der Zentralverriegelung gekoppelt, dass heißt “rumhantieren” mit dem Schlüssel, um den Tankverschluss zu entfernen. Dies könnte man deutlich besser lösen.

Umgeschaltet auf den Sport-Modus wird aus der Gangbezeichnung D4 nicht S4, sondern ein klitzekleines S zeigt an, dass es jetzt flotter voran geht und die Gänge etwas später geschaltet werden. Nicht benötigt, aber sicher sinnvoll, der “Schnee-Modus”. Jetzt fährt der C5 gemächlich im dritten Gang an.

Zwischenfazit

Der Citroën C5 ist ein echter Franzose, charmant, hilfsbereit und elegant. Im Alltag zeigt er keine Schwächen. Das Wandler-Getriebe ist nicht so ganz mein Fall. Wenn man flott unterwegs sein will, schaltet man gern selbst – und das macht dann richtig Spaß. Im nächsten Teil geht es auf die Landstraßen und in die “Wedelgasse”.

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Fotos © Redaktionsbüro Kebschull | Citroën Deutschland

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(1) Citroën C5 Tourer HDi 200

von Gerd Kebschull am 4. März 2012

Ein Citroën Kombi mit 200 Diesel-PS? Das macht neugierig – und dann noch das Sondermodell by Carlsson. Der normale C5 als Tourer startet bei 24.350* Euro, die Carlsson-Limousine bei 38.410* Euro für den 155-PS Benziner. Unser Sondermodell mit 200 PS Diesel kostet 45.810 Euro. Ist der Carlsson C5 soviel Geld wert?

Die nach oben offene Wohlfühlskala

Einsteigen und die Sonne trifft das Herz des Autofahrers. Das Panorama-Glasdach kostet noch einmal 790,- Euro Aufpreis, die Sonderlackierung “Perlmutt-weiß” gibt es fast zum Nulltarif (140,- Euro).

Citroen C5

Citroën C5 Tourer HDi 200 Exclusive - Übersichtlich, sauber verarbeitet

Citroën C5 Tourer HDi 200 Exclusive mit 19 Zoll-Felgen

Das war’s. Alles andere ist Serienausstattung – und die Liste ist lang. Angefangen beim Business-Paket NaviDrive 3D, incl. AFIL-Spurassistent, Einparkhilfe mit Parklückendetektor und vieles mehr. Chic auch das verbaute Kit C5 by Carlsson (unverbindliche Preisempfehlung ohne Montage, Lackierung und TÜV = 5.500 Euro). Die vier verchromten Endrohre zeigen dem “Hintermann” deutlich, dass hier ein Sportler und kein Transport auf der BAB fährt, 19 Zoll (Sommer) mit 245/40 R19, Frontspoiler, Seitenleisten, Heckspoiler, Fahrzeugtieferlegung (10 bis 15 mm) – alles drin – alles dran.

200 PS sorgen für Vortrieb

Citroen C5

Citroën C5 Tourer HDi 200 Exclusive

Den Citroën C5 Tourer gibt es auch als V6 HDi mit 240 PS. Aber auch die 200 Pferdestärken sorgen für anständigen Vortrieb. Das 4-Zylinder-Triebwerk entwickelt satte 440 Newtonmeter Drehmoment, das bereits bei 1.900 1/min zur Verfügung steht. Erst bei 225 km/h soll Schluss sein. Wir werden es testen. Den Sprint von 0-100 km/h erledigt der C5 Tourer in 8,6 Sekunden. Das sind auch die Daten des “normalen” Citroën C5 Tourer, denn an dem Triebwerk, hat der Tuner keine Veränderungen vorgenommen. Beim Kraftstoffverbrauch gibt Citroën – wie alle anderen Hersteller auch – einen ambitionierten Wert von außerorts: 4,9 Liter (außerorts) an – für einen riesen Lifestyle Combi mit Leergewicht von 1.842 Kilogramm und einem zulässigen Gesamtgewicht von satten 2,4 Tonnen. Geht das? Wir werden, wie immer, aussagekräftige Daten in den unterschiedlichen Modi im dritten Teil liefern.

Zwischenfazit

Citroën C5 by Carlsson Tourer HDi 200 Exclusive

Citroën C5 by Carlsson - Blauer Himmel über dem C5, was sonst

Der Citroën C5 Tourer HDi 200 ist ein echter Lifestyle-Combi, der sich nicht hinter einem BMW 5er oder einem A6 zu verstecken braucht. Schade, dass es das Sondermodel nicht mit einem knackigen 6-Gang-Manuell-Getrieb gibt.
Mit dem Citroën C5 Tourer HDi 200 Exclusive (Sondermodell by Carlsson) versucht der französische Autobauer im Revier von BMW, Audi und Mercedes zu wildern. Aber auch Opel ist in diesem Segment stark, wie unser Test des Opel Insignia V6 4×4 gezeigt hat. Opel versucht gerade mit dem neuen 195 PS starken Biturbo Diesel (Verbrauch gem. Hersteller 4,9 Liter) zu punkten. Der Opel Insignia mit dem neuen Triebwerk startet bei 33.405 Euro ohne Extras.

Montag geht der Citroën C5 Tourer HDi 200 auf den Long-Run-Turn und am Mittwoch auf den Landstraßenparcours.

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* Alle Preise ohne Gewähr, Stand: 02-2012

Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull | Citroën Deutschland (1)

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(3) Porsche Panamera – ADAC FSZ

von Gerd Kebschull am 2. März 2012

Der Porsche Panamera Diesel hat ein hartes Testprogramm zu absolvieren. Auf der Motorvision Trackstrecke muss er beweisen, dass er nicht nur DieselPower hat, sondern ein echter Sportwagen ist. Kann der Porsche Panamera Diesel überzeugen?

Sportlich bedeutet eigentlich leicht

Und damit kann der Porsche Panamera nicht punkten. Mit zwei Tonnen “Lebendgewicht” rangiert der Porsche Panamera eigentlich eher in der Rubrik LKW. Umso mehr überrascht der Panamera mit seiner Wendigkeit.

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel - 2 Tonnen "Lebendgewicht", aber flink wie ein Wiesel

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel - Schnee auf der Strecke vom ADAC FSZ. Die "Piste" war aber trocken

Natürlich schieben die zwei Tonnen heftig über die beiden Außenräder, aber selbst ich, der eher vorsichtig agiert, hatte nach einigen Runden soviel Vertrauen in das ESP, dass ich es relativ entspannt habe “Krachen lassen”.

Felix Sutschek, Redakteur von Auto-Online-Magazin ist den Porsche Panamera Diesel in Augsburg gefahren.

Felix, diesmal hatten wir endlich mal wieder prima Streckenverhältnisse, aber einen 2-Tonnen-Buckelwaal zu zähmen war auch nicht ganz einfach – oder?

Felix Sutschek

Felix Sutschek

Felix Sutschek: Der Panamera macht genau das was ich von ihm erwarte. Er strahlt Souveränität aus. Man fühlt sich einfach ein stückweit erhaben wenn man drin sitzt. Weder liegt er wie Brett, noch lenkt er direkt ein. Aber mit „Sport Plus“ kann man flott fahren und hat das Gefühl richtig schnell zu sein. Das liegt vorwiegend an den Reifen, die des hohen Gewichtes wegen, recht früh anfangen zu Quietschen. Aber spaßig ist das trotzdem, auch wenn man keine Rekorde aufstellt. Ist ja auch nicht das Ziel des Panamera Diesel.
Einziger Kritikpunkt meiner Meinung nach ist das 8-Gang-Getriebe. Als GT hervorragend abgestimmt, aber leider im SportPlus-Modus nicht in den roten Bereich zu fahren.

Wie hat Dir das S Tronic-Getriebe gefallen?

Felix Sutschek: In den roten Bereich drehen macht hier auch keinen Sinn. Das Getriebe schaltet bei „SportPlus“ spät genug um sicherzustellen, dass immer das maximale Drehmoment anliegt. Allerdings nervt es im „Manuellen“ Modus mit einer Schaltverzögerung die spürbar ist. Der Vorteil gegenüber dem PDK erschließt sich mir nicht. Das PDK schaltet besser und ruckfrei. Der achte Gang ist auch nicht so lang übersetzt wie ich es erwartet hätte. Aber für das entspannte Dahingleiten eine optimale Lösung.

Dein persönliches Fazit?

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel

Felix Sutschek: Der Panamera Diesel hat auf dem ADAC FSZ mehr Spaß gemacht als erwartet. Er kann bequem dahingleiten und wenn nötig auch mal richtig flott “angasen”. Dabei ist er immer gutmütig und überfordert den Fahrer nie. Für den stolzen Preis von über 110.000 bekommt man einen extrem hochwertigen Grand Tourismo, der zudem schnell und sparsam ist.

Danke an das ADAC FSZ

ADAC Fahrsicherheitszentrum

ADAC FSZ

Vielen Dank an das ADAC Fahrsicherheitszentrum (FSZ) in Augsburg, die es uns wieder einmal ermöglicht haben, den Porsche Panamera Diesel ausgiebig zu testen und zu fotografieren.

Fazit

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel

Der Porsche Panamera Diesel hat keine Schwächen gezeigt. Er ist ein echter Porsche und ein echter GT. Unglaublich, dass man mit so einem Schiff unter 6 Litern Diesel fahren kann – wenn man will. Noch mehr hat mich persönlich begeistert, wie man einen 2-Tonnen-GT in den Grenzbereich fahren kann – ohne schwitzige Finger zu bekommen. Ein größeres Kompliment kann man den Porsche-Ingenieuren nicht machen.

Das nächste Fahrzeug steht bereits vor der Tür, ein Citroën C5 mit 200 PS. Er will sicher nicht in den Kurven brillieren, sondern eher mit starken Antritt und guter Fahrwerksabstimmung. Warten wir es ab.

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Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

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(2) Porsche Panamera Diesel

von Gerd Kebschull am 28. Februar 2012

Den Long-Run-Turn hat der Porsche Panamera natürlich souverän abgespult. Wie es sich für einen richtigen Gran Turismo (GT) gehört. Aber wie steht es mit dem Verbrauch? 5,5 Liter sind selbst für einen Diesel ein ambitionierter Wert, der kaum erreicht werden kann – oder doch?

Rollen lassen mit Zwischenspurts

Der Porsche Panamera kann sich richtig ins Zeug legen. Wenn er will, überspringt er auch die 250 km/h-”Schallgrenze”. Seine Stärke liegt aber im lässigen Cruisen. Gerade gestern noch erlebt, wie spielerisch der Porsche Panamera im SportPlus-Modus auf der Landstraße die LKW überholt hat – und die Ehefrau hat nicht einmal mit “Oo” gemahnt hat. Reserven sorgen halt für Sicherheit.

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel - Reserven sorgen für Sicherheit

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel - 2 Tonnen und wendig wie ein Cityflitzer

Wer es aber richtig krachen lassen will, der muss dann aber doch in den manuellen Modus schalten. Meiner Meinung nach ist der SportPlus-Modus nicht scharf genug abgestimmt (s.a. Technik-Kasten Tiptronic S). Mehr dazu im dritten Teil, denn dort soll der Porsche auf dem Testgelände vom ADAC FSZ seine Sportwagen-Gene beweisen.

Kraftstoffverbrauch

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel - 550 Nm geballte Kraft

Die Start-Stopp-Funktion arbeitet einwandfrei und schaltet, wenn das Triebwerk warm genug ist, auch im Winter den Motor aus. Im Stadt-Betrieb (Hamburg) konnten wir einen Verbrauch von 7,2 Liter realisieren. In der neuen Super-Sparrunde sogar die vorgegebenen 5,5 Liter herausfahren. Wir haben dieses Feature in den Test eingebaut (s.a. Citroën DS3 eHDi), um die Labor-Daten zu beweisen oder zu widerlegen. Noch beeindruckender fand ich aber den Wert, den ich kurz vor dem Kassler-Kreuz herausgefahren habe: 143 Kilometer, Schnitt 111 km/h und ein sensationeller Verbrauch von nur 5,6 Liter auf 100 Kilometer. Eine Distanz von Donauwörth über Emsbüren bis Hamburg = 1.000 Kilometer war problemlos möglich, ohne als “Trödler” auf der Autobahn aufzufallen. Sogar einige Zwischenspurts waren drin. Erst in Hamburg kam die Aufforderung eine Tankstelle anzufahren.

Das Triebwerk – Daten

Porsche Panamera Diesel

Porsche Panamera Diesel - Spass auf dem ADAC FSZ

Panamera Diesel 3,0-Liter-V6-Motor mit 250 PS (184 kW); Achtgang-Tiptronic S (s.a. Technikkasten); Hinterradantrieb; Beschleunigung 0 – 100 km/h in 6,8 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 242 km/h; Verbrauch im NEFZ 6,5 l/100 km; CO2 172 g/km; mit rollwiderstandsreduzierten All-Season-Reifen 6,3 l/100 km; CO2 167 g/km. Dieseltypisch wirken 550 Newtonmeter Nenndrehmoment – 50 Nm mehr als beim Panamera S mit V8-Motor.

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-
Vergleichsrunde
56 76 5,8
Super-Spar 30 60 5,5
Landstraße, flott 45 65 7,0
Landstraße
sparsam
85 68 5,8
BAB sparsam 143 111 5,6
BAB normal 252 115 6,5
BAB schnell 151 141 7,8
Stadt 31 28 7,2
ADAC FSZ 122 53 9,8

Testverbrauch nach 2.481 Kilometern 7,2 l/100 km

Zwischenfazit

Der Porsche Panamera Diesel ist ein echter Traumwagen. Sein Preis von 111.000 Euro macht ihn exklusiv. Die zugewiesene Parklücke vor dem Hotel in Hamburg stellte eine echte Herausforderung an den Fahrer. Nach dem Hereinzirkeln des 1.931 mm breiten Panamera, waren zwischen Auto und Hecke gerade mal gefühlte 10 Zentimeter.

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Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

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Porsche Panamera Diesel – Technik

von Gerd Kebschull am 28. Februar 2012

Technikkasten

  • Tiptronic S mit speziellem Schaltprogramm

Der Panamera Diesel ist ausschließlich mit dem achtstufigen Porsche-Automatikgetriebe, der Tiptronic S, lieferbar. Das Steuerprogramm wurde speziell für den Dieselmotor abgestimmt: Aufgrund des schmalen Drehzahlbandes sind die Schaltpunkte völlig anders ausgelegt als beim Panamera S Hybrid, der als einziger weiterer Gran Turismo mit der Achtgang-Automatik ausgerüstet ist.

Porsche Panamera Diesel

In der Praxis entspricht das Schaltverhalten des Panamera Diesel weitgehend dem eines Gran Turismo mit PDK-Getriebe. Die Diesel-Tiptronic S verfügt über eine Anpassung der Schaltpunkte an Fahrweise und Streckenprofil. Wie bei Porsche üblich, kann alternativ ein manueller Gangwechsel über Wippschalter am Lenkrad, oder durch Antippen des Wählhebels erfolgen.

Um das hohe Drehmoment des V6, mit möglichst geringen Verlusten, zu übertragen, verfügt der Wandler über eine Überbrückungskupplung. Zur Kraftstoffeinsparung verfügt die Tiptronic S über eine Stand-Abkopplung, die mit der Auto-Start-Stop-Funktion synchronisiert ist und automatisch in die Neutralstellung schaltet, wenn bei stehendem Fahrzeug, laufendem Motor und ebener Fahrbahn die Fußbremse betätigt wird.

Mehr Dynamik über die Sporttaste

Wie alle anderen Panamera bietet auch das neue Diesel-Modell dem Fahrer die Möglichkeit, über die Sporttaste zwischen einer Standard-Abstimmung und einem Sport-Modus zu wählen. Bei aktiviertem Sport-Modus reagiert der Motor spontaner, die Gaspedalkennlinie ist steiler ausgelegt. Automatikgetriebe sowie gegebenenfalls Luftfederung und Porsche Active Suspension Management (PASM) werden zudem entsprechend sportlicher abgestimmt.
Außerdem wird die Auto-Start-Stop-Funktion deaktiviert.

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Foto © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

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(1) Porsche Panamera Diesel – Test

von Gerd Kebschull am 20. Februar 2012

Sie suchen einen sportlichen Wagen, der etwas hermacht? Ein Porsche Cayman ist ihnen zu hart und zu sportlich? Der Porsche 911 bietet zu wenig Platz und der Porsche Cayenne ist ihnen zu wuchtig? Da hätten wir einen Tipp für sie: Testen sie doch einmal den Porsche Panamera und vielleicht sogar als Diesel. Denn dann bekommen sie auch noch ein gutes Gewissen “kostenlos” mitgeliefert.

Mit dem Panamera gleiten oder sprinten?

Für die einen gibt es nur einen Porsche, es muss DER Porsche 911 sein. Für die anderen bietet Porsche sportliche Alternativen und jetzt sogar als Selbstzünder. Der Porsche Panamera sorgt für Aufmerksamkeit.

Der Porsche Panamera Diesel

Der Porsche Panamera Diesel ein echter Porsche und ein echter GT mit Platz für vier Personen

Der Porsche Panamera Diesel

Der Porsche Panamera Diesel: Helles Leder, Platz für vier Personen

Seine 4.970 mm Länge und 1.931 mm Breite zeigen schon von außen: Das ist kein 2+2 sondern ein echter GT für richtig viel Platz auf allen vier Sitzen. Das hervorragende Gestühl und die separat einstellbare Klimaanlage sorgen dafür, dass sich die Fond-Passagiere wohl fühlen können. Hinten sitzen wie ein König – und das in einem Sportwagen.

Diesel und Sportwagen, passt dies zusammen? Ich mag die Diskussion nicht mehr führen. Schließlich hat BMW mit einem 3er-Diesel das 24h-Rennen gewonnen und Audi in Le Mans gezeigt, dass ein Diesel sehr wohl in einen Supersportwagen passt.

“Erste Sahne” Triebwerk

Der Porsche Panamera Diesel

Der Porsche Panamera Diesel - Schnell wie ein Sportwagen, Durst wie ein City-Flitzer

Die Daten sind beim Panamera Diesel beeindruckend. Für den Sprint auf 100 km/h werden gerade mal 6,8 Sekunden benötigt. Die 6-Zylinder aus dem 3-Liter-Triebwerk stemmen satte 550 Newtonmeter auf die Kurbelwelle und erst bei 242 km/h ist “Ende-Gelände”. Porsche verspricht einen außerstädtischen Verbrauch von 5,5 l/100 km, falls die rollwiderstandsoptimierten 19-Zoll-All-Season-Reifen (Option) aufgezogen sind. Ist das nicht etwas zu optimistisch? Schließlich wird hier ein “Dickschiff” von 1.880 Kilogramm bewegt. Wir werden, wie immer, diese Daten genauestens verifizieren.

Heute ein König …

… einsteigen und wow. Muss ich jetzt erst einmal eine Vorflugkontrolle machen? Wo ist das Bordbuch für die Eintragung? In der Mittelkonsole ballen sich 30 Knöpfe und Schalter, fünf Taster gibt es im “Over-Head-Panel” und gleich vier Hebel und zwei Schaltpaddel am Lenkrad.

Porsche Panamera fahren ist trotz alledem einfach. Schlüssel links einstecken, Bremspedal drücken, starten, Fahrhebel auf D und das war’s.

Der Porsche Panamera Diesel

Der Porsche Panamera Diesel: Für den Sprint auf 100 km/h werden gerade mal 6,8 Sekunden benötigt. Die 6-Zylinder aus dem 3-Liter-Triebwerk stemmen satte 550 Newtonmeter auf die Kurbelwelle

Der Panamera fährt sich weich. OK, das ist die Einstellung für Langstrecken-Gleiter. Nein, wir wollen es sportlich. Sporttaste gedrückt und schon fühlen wir uns, wie man sich in einem Porsche fühlen muss. Der Porsche Panamera ist ein echter GT, gleitet bei leichtem Gasfuß dahin – presst die Insassen bei Kickdown in die Sitze. Das adaptive Dämpferregelung Porsche Active Suspension Management (PASM, 1.547,00) ist meiner Meinung nach Pflicht für den Panamera Diesel. Ansonsten kommt kein Sportwagen-Feeling auf. Auf das Adaptive Luftfederung inkl. PASM (3.498,60 €) könnte ich verzichten.

Das Sport Chrono Paket Plus (797,30 €) ist mal wieder Pflicht. Sporttaste gedrückt (PASM wird automatisch auf Sport geschaltet) und das Achtgang-Tiptronic S-Getriebe schaltet etwas später. Im SportPlus-Modus wird dann noch etwas später geschaltet. Aber nicht wie beim Porsche Cayman R oder beim Porsche 997 GTS erst kurz vor oder bereits im roten Bereich.

Der erste Eindruck

Der Porsche Panamera ist ein großes und geräumiges Fahrzeug. Endlich haben auch die “Rückbänker” viel Spaß an der Autofahrt. Sogar das Klima kann jeder einzelne Passagier für sich bestimmen. Der Porsche Panamera Diesel hängt gut am Gas und auch 245 km/h haben wir, gemäß Tacho, locker geschafft.

Porsche Panamera Diesel

Am Dienstag geht es auf den Long-Turn-Run und am Mittwoch muss der Porsche Panamera Diesel auf der Trackstrecke vom ADAC FSZ zeigen, dass er ein echter Porsche ist. Der Porsche Panamera Diesel startet bei 80.183,00 Euro.

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Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

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(2) Citroën DS3 eHDi – Sochic

von Gerd Kebschull am 16. Februar 2012

Der Citroën DS3 eHDi hat einen guten Job gemacht. Auch die Kälte hat er gut weg gesteckt. Die gesteckten Ziele von Citroën, mit einem Verbrauch von 3,6 Litern, konnten wir fast bestätigen.

Der Citroën DS3 im Alltag

Sicher ist der Citroën DS3 kein Raumwunder. Aber für den normalen Einkauf reicht das Kofferraumvolumen von 285 Litern locker aus. Wenn der Platz nicht reicht, können die Rücksitze 1/3, 2/3 umgeklappt werden. Beim Hyundai Verloster waren wir es anders gewohnt.

Citroen DS3 eHDi 90 PS

Citroen DS3 eHDi, elegnat und sparsam. 3,8 Liter müssen erst einmal unterboten werden

Citroen DS3 eHDi

Citroen DS3 eHDi: Sicher ist der Citroën DS3 kein Raumwunder. Aber für den normalen Einkauf reicht das Kofferraumvolumen von 285 Litern locker aus

Sein Motor, mit einem Drehmoment von 230 Newtonmeter, das schon bei 1.750 1/min anliegt, hat mit dem Leichtgewicht (1.160 kg) kein Problem. Wie immer, wünsche ich mir einen etwas größeren Tank. 45 Liter Diesel reichen locker aus, um den Long-Run-Turn nach Donauwörth ohne Tankstopp zu absolvieren. Eine Reichweite von 750 Kilometern ist ebenfalls drin. BMW 3er, Volkswagen Passat und Co zeigten es uns anders. Vermutlich wird uns der Citroën C5 Diesel (200 PS), den wir Anfang März vorstellen, in die Region von 1.000 Kilometer katapultieren.

Kraftstoffverbrauch

Wie erwähnt, ist der Kraftstoffverbrauch ganz OK. Die Autoplenum-Vergleichsrunde wird neuerdings erst nach etwa zwei Kilometer “Warmfahren” gestartet, weil es sonst eine Benachteiligung gegenüber der “Sommerfahrzeuge” gibt.

Modus
Strecke [km]
Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-
Vergleichsrunde
68 71,0 4,6
Landstraße
normal
82 68 5,8
Landstraße
sparsam
82 67 4,5
Super-sparsam 14 61 3,8
BAB sparsam 141 115 5,5
BAB normal 535 106 6,3
BAB schnell 127 127 7,0
Citroen DS3 eHDi

Citroen DS3 eHDi: Sein Motor, mit einem Drehmoment von 230 Newtonmeter, das schon bei 1.750 1/min anliegt, hat mit dem Leichtgewicht (1.160 kg) kein Problem

Neu im Blog, die Super-sparsam-Runde. Diesmal nur einmal gefahren, demnächst zweimal. Geschwindigkeit maximal 80 km/h, langsame Beschleunigung. Wir versuchen somit die Vorgaben der Hersteller zu beweisen – beziehungsweise zu widerlegen. Aber 3,8 Liter pro 100 Kilometer sind schon ein guter Wert.

Nach etwa 1.850 Testkilometern hatten wir einen Gesamtkraftstoffverbrauch von 5,9 Litern.

Fazit

Der Citroën DS3 hat auch mit dem eHDi-Triebwerk überzeugt. Als Fans von starken Motoren, würden wir gern den Aufpreis von etwas über 2.000 Euro zahlen, um den SportChic als HDi 110 zu bekommen. Der Aufpreis zum eHDi ist dann aber heftig. Der kostet, ohne Extras mit 6-Gang-Manuell als Ultra-Prestige, bereits 26.000 Euro. Im Vergleich zum Volkswagen Golf R (44.001 Euro) ist es dann immer noch ein Schnäppchen.

DS3-App

DS3-App: Elegant in Schwarz gefällig?

Ist man bereit, für ein Auto etwas mehr als 30.000 Euro zu zahlen, wäre der Citroën DS4 200 PS unsere erste Wahl. Der chice Sportler ist einfach genial.

Am Freitag steht ein ganz anderes Diesel-Fahrzeug auf unserer Einfahrt. Wir freuen uns auf den Porsche Panamera Diesel.

Linktipps:

Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull | Screeshot DS3-App

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(1) Citroën DS3 SoChic 90 PS eHDi

von Gerd Kebschull am 13. Februar 2012

Vor knapp einem Jahr hat uns der Citroën DS3 Sport verzaubert. Jetzt flirtet ein weißer eHDi mit uns. Kann er mit seinen Spareigenschaften überzeugen – oder hat am Ende der Benziner die Nase vorn?

Schneeflöckchen, Weißröckchen…

…so präsentiert sich der weiße Citroën DS3 SoChic (18.800 Euro) mit 90 PS eHDi-Motor in der Schneelandschaft. Eins muss man den Franzosen ja lassen: Sie glänzen mit einer Serienausstattung, da muss man bei den deutscher Herstellern schon tief in die Tasche greifen, um da mit halten zu können.

Citroen DS3 SoChic eHDi

Citroen DS3 SoChic eHDi - Weißes Auto auf weißem Hintergrund

Citroen DS3 SiChic eHDi 90 PS

Citroen DS3 SoChic eHDi - 90 PS eHDi-Triebwerk schaffen locker 180 km/h

Mit nur wenigen Extras, beispielsweise Leder-Style-Paket (1.290 Euro), My Way Selection (steht für Farb-Navigationssystem, Audi- und Multimediaanlage mit MP3/WMA-kompatiblen CD-Laufwerk incl. Bluetooth-Freisprecheinrichtung, für 1.300 Euro) und zweifarbiger Karosserie weiß/schwarz (400,- Euro) hat man mit knapp unter 22.000 Euro ein Topp-ausgestattetes Live-Style-Coupe.

Zum Vergleich dazu, startet der Mini One Day zwar auch bei 18.500 Euro, kommt aber mit einigen Extras schnell auf 23.000 bis 24.000 Euro. Der Audi A1 TDI hat uns zwar mit einem super sparsamen Motor überzeugt. Der Preis allerdings, in Höhe von 32.000 Euro, überzeugte uns nicht.

Ausstattung

Citroen DS3 SiChic eHDi 90 PS

Citroen DS3 S0Chic - Modern, sparsam und SoChic

Zum Thema Ausstattung, Lock & Feel, können wir auf den 4-Teiler Citroën DS3 Sport verweisen. Denn dort haben wir alle Vor- und Nachteile ausführlich beschrieben. Der von uns damals “bekrittelte” Heckspoiler passt diesmal auf einen Millimeter genau.

Motor

Natürlich geht es uns diesmal besonders um den eHdi-Motor. Das “e” steht nicht für Elektro oder Hybrid (stellen wir aber noch in diesem Jahr mit dem DS5 Hybrid vor), sondern für das verbaute Stop&Start-System (die meisten Hersteller nennen es Start-Stopp). Das System funktioniert genau so, wie alle anderen Start-Stopp-Systeme auch: Falls der Motor warm genug ist, schaltet er an einer Ampel aus. Nach Einkuppeln, startet der Dieselmotor wieder.

Die versprochenen 180 km/h hat der eHDi locker geschafft. Gemäß Tacho waren wir auch einmal mit 190 Kilometer pro Stunde auf der BAB unterwegs.

Citroen DS3 SiChic eHDi 90 PS

Citroen DS3 SoChic - Welcher DS3-Typ sind Sie. Die kostenlose App. findet es heraus.

Der angegebene Verbrauch von 3,2 Liter außerorts bzw. 3,6 Liter pro 100 Kilometer ist leider eine Illusion. Auf der Landstraße, wenn man sehr sparsam unterwegs ist, können 4,5 Liter realisiert werden. Wenn man es mit 80 km/h rollen lässt, stehen auch mal 3,5 Liter / 100 km auf dem Anzeigegerät. Im Sommer sind es vielleicht noch ein oder zwei Zehntel weniger. Die Autoplenum-Vergleichsrunde muss der DS3 noch absolvieren.

Es ist unverständlich, dass alle Hersteller weiter ihre Werte auf dem Rollenprüfstand ermitteln, die natürlich fern jeder Realität liegen. 4,5 Liter sind ein guter Wert, auf der BAB (sparsam) sind es auch 5,5 Liter und wenn man flott an Ziel kommen will, auch knapp über 6 Liter. Schade, dass man dem Citroën DS3 SoChic eHDi kein 6-Gang-Getriebe spendiert hat.

Zwischenfazit

Der Citroën DS3 als eHDi ist ein tolles Live-Style Coupe. Der Diesel-Motor macht mit Stop&Start-System eine gute Figur bei akzeptablen Verbräuchen. Mit nur 95 g/km ist er ein echter Saubermann. Um es auf den Punkt zu bringen: Schön, elegant, sparsam und sauber. Da hat man doch als Autofahrer ein gutes Gefühl – oder? Ob am Ende der Benziner die Nase vorn hat, klären wir im zweiten Teil.

Linktipps:

Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull | Screenshot DS3-App Citroën

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(3) Opel Corsa OPC – Nürburgring

von Gerd Kebschull am 8. Februar 2012

Gestern war es endlich so weit. Mit dem Opel Corsa OPC Nürburgring Edition ging es zum Nürburgring. Eines war jedoch schon klar: Keine Nordschleife, keine Grand-Prix-Strecke. Der Nürburgring hatte in sich nämlich in einen weißen Schneemantel gehüllt.

Nürburgring ist ein Erlebnis

Wir durften allerdings nur in der Boxengasse fotografieren und ebenfalls nur einmal langsam bis zur Mercedes-Tribüne fahren. Trotzdem können wir erzählen, dass wir auf dem Nürburgring waren und als erster über die Start-Ziellinie gefahren sind.

Opel Corsa OPC Nürburgring Edition

Opel Corsa OPC Nürburgring Edition - Live auf dem Nürburgring

Danke an den Nürburgring

Opel Corsa OPC Nürburgring Edition

Opel Corsa OPC Nürburgring Edition auf der Start-Ziel-Geraden

Vielen Dank an die Verantwortlichen des Nürburgrings, die uns erlaubten auf der Strecke zu fotografieren. Eine Runde zu drehen war leider nicht möglich. Übrigens ist der Nürburgring häufig für Touristenfahrten frei gegeben, sowohl die Nordschleife als auch die Grand-Prix-Strecke. Weitere Infos auf www.nuerburgring.de.

Alltagstauglichkeit

Sicher kauft sich kein Mensch einen Opel Corsa OPC, um damit im ständig Transporte durch zu führen. Aber drei Kisten Wasser sind problemlos im Kofferraum untergebracht. Ruck-Zuck sind die Sitze umgeklappt und bei einem kleinen Studentenumzug kann problemlos geholfen werden. Mit dem Opel Corsa OPC kann man auch – Dank Tempomat – bummeln, obwohl er ständig flüstert: “Gib mir Gas.”

Kraftstoffverbrauch

Opel Corsa OPC Nürburgring Edition

Opel Corsa OPC Nürburgring Edition an der Ausfahrt Boxengasse

Wir haben nach fast 2.000 Kilometer einen Gesamtdurchschnitt von 8,8 l/100 km erfahren. Das ist OK. Unter 7 Liter kommt man nur, wenn keine Sprints einlegt werden und man über einen längeren Zeitraum mit 80 bis maximal 100 km/h auf der Landstraße trödelt. Gestern auf der Heimfahrt war die A31 frei und 235 km/h waren möglich. Dann schnellt der Verbrauch auf 12 bis 13 Liter Super+ hoch.

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-
Vergleichsrunde
68 79 7,2
Landstraße
normal
85 75 8,5
Landstraße
sparsam
117 63 7,2
BAB sparsam 151 101 7,2
BAB normal 360 110 10,5
BAB schnell 244 115 11,0

Fazit

Opel Corsa OPC Nürburgring Edition

Opel Corsa OPC, Spaß auf glatten Untergrund

Wer einen kleinen Sportler sucht, mit dem man auffallen will, liegt beim Opel Corsa OPC genau richtig. Der Corsa macht einfach Spaß, hat trotzdem eine hohe Alltagstauglichkeit und kann auch sparsam unterwegs sein. Wenn er jetzt noch brüllen könnte (Klappenauspuff), wären die fünf Sterne drin. So sind es 4 ½, um Potential nach oben zu haben. Ansonsten muss man lange suchen, um einen Sportler mit 210 PS für 26.655 Euro (Testwagenendpreis) zu bekommen.

Linktipps:

Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

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