Navi, nein Danke?

von Gerd Kebschull am 7. März 2010

“Mit dem Navi sicher in den Stau” titelt ADAC Motorwelt in seiner aktuellen Ausgabe (Heft 3). Damit werden wir als ADAC-Staumelder auch “ad absurdum” geführt – oder?

Nur nicht abfahren

… ist das Fazit, weil oft der Stau gar nicht mehr existiert und auf den Nebenstraßen der Teufel los ist. Oft werden die Staus gar nicht gemeldet oder viel zu spät, wenn man schon mitten im Schlamassel sitzt. Wir hatten ja das Thema bereits ausführlich in diesem Blog (Stauschau, (1) 12h- Rennen: Stau ohne Ende).

Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma? Ich denke ja. Intelligente Systeme müssen die Informationen verarbeiten und diese dem Autofahrer bereitstellen. Ggf. könnte man das über die Mautsysteme auf den Autobahnen realisieren. Diese Daten müssen dann zielgerichtet beim Autofahrer ankommen, damit das Navigationssystem eine intelligente Planung der Strecke durchführen kann.

Meine Vision ist, dass auch die Ampelschaltung rechnergestützt funktioniert. Denn es kann nicht sein, dass 3 Millionen Autos von der Autobahn abfahren und die Ampel 60 Sekunden auf rot steht, während von der anderen Seite nur alle fünf Minuten ein Auto kommt.

Beim meinem aktuellen Navigationssystem im BMW 320 Cabrio von 2009 klappt das überhaupt nicht. Beispielsweise zeigt er mir an, dass im Raum Dortmund sich der Verkehr staut und dann führt das Navi mich auch noch dort “zielgerichtet” hin. Obwohl die Strecke über Paderborn (A33) kürzer und staufrei ist.

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Foto © Redaktionsbüro Kebschull

{ 1 Kommentar… lesen Sie unten oder schreiben Sie selbst einen }

Kraeker 7. März 2010 um 20:48

Hallo Gerd

Navis über das Mautsystem mit Daten zu füttern halte ich für Grund falsch. Geben wir doch damit den Politikern die Möglichkeit,oder besser einen Grund,uns die PKW Maut aufs Auge zu drücken.
Die ADAC Staumelder, die Auswertung der Handyzellen entlang der Autobahnen und Bundesstraßen, TMC, der private Staumelder,w elcher im Radio anruft sowie das Abhören des Verkehrsfunk sollten reichen um einem Stau auszuweichen.

Im Stadtverkehr sollte eine Rechner gestützte Verkehrsführung dank Induktionsschleifen kein Problem mehr sein. Ist es anders, so haben die Volksvertreter die Steuern wohl anderweitig verjubelt.

Meinem Navi (TOMTOM) vertraue ich auch weiterhin – hat sich bisher bestens bewährt. Das System von BMW (bestimmt teuer) kenne ich nicht. Ich weiß nur, bei ALDI gibt es schon sehr gute preiswerte mobile Navis. Die helfen Dir auch beim Erkunden von fremden Städten zu Fuß.–Gruß

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