Mercedes-Benz: Inspektion – Sicher ist sicher

von Gerd Kebschull am 11. November 2008

Unser zweiter Urlaub sollte viereinhalb Wochen durch Frankreich und Italien gehen. Insgesamt etwa 5.000 Kilometer. Da wäre eine Inspektion sicherlich keine Fehlinvestition – oder?

Glück gehabt, das hätte auch ins Auge gehen können

Unser alter Benz hatte schon fast 100.000 Kilometer auf dem Buckel. Für einen Mercedes-Benz 200, Benziner, Baujahr ca. 1968, 90 PS kein Problem. An die 100.000 kann ich mich noch gut erinnern, denn als wir in Mimizan Plaza (südlich Bordeaux) ankamen, sprang der Kilometerzähler auf 00000. Damals waren die Kilometerzähler noch fünfstellig.

Pixelio

Aber eine Inspektion vor Fahrtantritt haben wir dann doch lieber machen lassen. Nicht bei einem Mercedes-Händler, aber immerhin bei einer Mercedes-Vertragswerkstatt. Der Benz spulte die 5.000 Kilometer ohne Mucken runter. Der Urlaub war ein Traum. Nach der Urlaubsreise stand natürlich ein Ölwechsel an, damals in der Regel alle 5.000 bis 10.000 Kilometer und es fand eine Durchsicht aller Bauteile statt. Und jetzt kam die Überraschung. Die Zündkerzen eins bis drei ließen sich anstandslos kontrollieren und waren auch in einem guten Zustand. Nur eine lies sich einfach nicht herausschrauben.

Also wurde ein alter Zündkerzenschlüssel eingesetzt und ein Rohr von einem halbe Meter als Hebel benutzt. Die Geräusche bei Lösen der Zündkerze verursachen noch heute eine Gänsehaut. Offensichtlich würde beim vorletzten Zündkerzenwechsel die Kerze verschraubt, als der Motor noch warm war. Bei der letzten Inspektion wurde diese Kerze einfach nicht gewechselt, weil man sie nicht rausbekommen hat.

Schade, so kann man das Vertrauen in eine Mercedes Werkstatt auch verlieren. Erfreulich: Beim letzten Check von Auto Motor Sport (das aktuelle Heft) hat Mercedes endlich mal wieder standesgemäß abgeschlossen. Gratulation. Das lässt hoffen. Denn ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich gänzlich ungeniert.

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Foto Pixelio | georges

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