(1) Kia Picanto Vision 1,0 69 PS

von Gerd Kebschull am 10. Dezember 2011

Eigentlich wollten wir den Kia Rio “ordern”, der uns schon auf der IAA 2011 angelächelt hat. Aber der war leider schon “vergriffen”. Also starten wir unsere neue Serie “City-Flitzer” mit dem Kia Picanto. Der Volkswagen Up, der Ford Ka, Seat Mii und der Škoda Citigo werden folgen.

Klein – aber oho!

Unter diesem Motto wollen die City-Flitzer unser Herz erobern. Schon oft hatten wir in der Redaktion die Diskussion, ob man wirklich mit einem Audi A6, BMW 5er oder einer Mercedes E-Klasse unterwegs sein muss – oder reicht nicht auch ein “Kleinstwagen”.

Kia Picanto Vision

Härtetest bestanden. Der Kia Picanto findet in Mainz einen kostenlosen Parkplatz. In die Lücke passen nur City-Flitzer

Der Kia Picanto startet knapp unter 9.000 Euro, für den Kia New Picanto Vision 1,0 mit 69 PS werden etwa 10.000 Euro fällig. Das ist doch mal eine Ansage. Mit einigen Extras (Klimapaket, ESP, Berganfahrhilfe, Metalliclackierung) stehen dann 12.130 Euro auf dem Verkaufsschild.

Kia Picanto Vision

Der Kia Picanto bietet Platz für fünf Personen und starte bei 9.000 Euro

Dafür bekommt man einen eleganten 5-Türer, 3 Zylinder und knapp 70 PS. Nicht zu vergessen eine Fahrzeuggarantie von 7 Jahren (150.000 km), eine Mobilitätsgarantie von 3 Jahren (ohne Kilometerbegrenzung) – davon können sich die deutschen Hersteller schon eine Scheibe abschneiden. Einzige Wermutstropfen sind die kurzen Wartungsintervalle von nur 12 Monate oder 15.000 Kilometer. Daran sollte Kia noch arbeiten, das ist nicht mehr zeitgemäß. OK, ein City-Flitzer wird keine 30.000 km pro Jahr laufen, aber wir werden den Kia Picanto auch auf den Log-Run-Turn mitnehmen. Denn nur für die City, ist uns der Kia Picanto doch zu schaden.

City-Flitzer mit den Kulleraugen

Kia Picanto Vision

Weihnachten in der City. Hier fühlt sich der Kia Picanto besonders wohl. Die Stadt ist sein Revier

Das steht er in “Lemon-Gras” und flirtet sofort heftig mit mir. Seine etwas zu großen Augen schauen unschuldig, als könnte er kein Wässerchen trüben. Seine 69 PS kommen flott zur Sachen. OK, der Kia Picanto ist auf den City-Betrieb ausgelegt. Im oberen Bereich wirkt er etwas schlapp und die versprochene Höchstgeschwindigkeit von 153 km/h hat er mit 160 km/h (gem. Tacho) mit etwas Anlauf auch geschafft.

Das Raumangebot ist für einen City-Flitzer OK. Vorne finden auch Fahrer mit einer Körpergröße von 190 cm bequem Platz. Hinten ist es eher für die Kiddys zugeschnitten. Der Kofferraum ist in der Tat nicht geräumig. Bleiben die Kiddys zu Hause, kann man die Rücksitze umklappen und siehe da, der Kofferraum ist dann schon um einiges größer.

Auf den versprochenen Kraftstoffverbrauch von 3,6 / 4,2 / 5,4 sind wir mal neugierig. Für die flotte Heimfahrt von Darmstadt, mit einigen schnellen Passagen, hat der Kia Picanto sich etwa 7 Liter Super genehmigt. Da ist er fast schon ein “Großer”. Wie man beim Kia Picanto den Bordcomputer aktiviert, habe ich interaktiv nicht herausfinden können. Das Manual informiert, dass Trip A, B, ECO ein/aus in Serie vorhanden sind. Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch, verbleibende Restweite, Außentemperatur nur optional sind. Schade, hier sollte Kia dringend nachbessern!

Zwischenfazit

Mit dem Kia Picanto haben wir den ersten City-Flitzer im “Programm”. Für Fahrer und Beifahrer ein angenehmes Auto. Die Kiddys erfreuen sich hinten an einer Fenster-Kurbel, fast schon eine Sensation in der heutigen Zeit. Auf dem Long-Turn-Run muss der Picanto beweisen, dass er auch auf langen Strecken überzeugen kann. Ein Navigationsgerät gibt es für den Picanto leider nicht.

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Foto © 2011 Redaktionsbüro Kebschull

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