IAA – Internationale Automobilausstellung 2009

von Gerd Kebschull am 18. Juli 2009

In diesem Jahr vielleicht unter dem Motto: IAA = Intelligente Autos anbieten. Haben sich die Hersteller bei der letzten IAA noch an die Vorgaben “schneller, größer, teurer” orientiert, so hat die Finanzkrise zu einem Umdenken geführt.

Es hat auch Absagen gegeben

IAA 2009Ein Raunen ging durch die Branche, als “durchsickerte”, dass einige Hersteller in diesem Jahr, nicht auf der IAA vertreten sein würden, beispielsweise der japanischen Autobauer Mitsubishi oder der Zulieferer Continental (s.a. »FAZ.net. Auch von “sparsamen” Messeauftritten ist die Rede. Nissan und Daihatsu haben ebenso abgesagt.  Chevrolet hat erst abgesagt, wird jetzt aber doch ausstellen (Stand: 14. Juli 2009).

Kommen wir zu den Autos zurück. Bei den Premiumherstellern BMW, AUDI und Mercedes ist der Trend nach pfiffigen, kleinen Autos erkennbar. So will BMW mit einem Z2 glänzen, Mercedes ein A-Klasse-Cabrio und Audi einen Roadster mit Mittelmotor anbieten.

Ob diese Autos aber auf der IAA gezeigt werden, bleibt ein Geheimnis. Baukästen sind ja genügend vorhanden: Denn wer denkt, da werden völlig neue Autos auf die Räder gestellt, der irrt. Man nehme eine A-Klasse, baue eine elegante Karosse drum herum, nehme einen passenden Motor aus dem Regal und fertig ist das neue Auto. Leider geht das nicht so einfach und vor allem nicht so schnell: Bis 2012 müssen sich die Kunden schon noch gedulden.
Schade ist, dass einige Concept-Cars nie das Licht der Show-Rooms erblinken werden. Peugeot wird den RCZ in Frankfurt zeigen. Der »Peugeot RC Karo, der mich zum Peugeot-Fahrer machen könnte, wird vermutlich nicht mal als Concept-Car in Frankfurt zu sehen sein.

img_1666_opelNatürlich wird die IAA 2009 noch grüner als die vor zwei Jahren sein. Die Hersteller arbeiten mit Hochdruck an neuen Hybrid-Fahrzeugen und wollen das eAuto serienreif machen. Ob diese Fahrzeuge aber letztendlich vom Käufer angenommen werden, entscheiden letztendlich der Verkaufs- und der Spritpreis. Ich erinnere noch an die Hysterie vor einem Jahr, als der Diesel teurer als Super war und dieser stramm auf die 1,50 Euro-Grenze zulief. Heute, bei “entspannten” 1,05 Euro für Diesel, kann ein Fahrzeug auch mal einen halben Liter mehr konsumieren.

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kraeker 18. Juli 2009 um 19:31

Hallo Gerd
Das Automobil in seiner jetzigen Form,hängt am Tropf und macht seine letzten Atemzüge.Jeder halbwegs selbstständig denkende Mensch weiß,das auch kein Hybrid und kein Gasauto und auch kein Wasserstoffauto Zukunftsaussichten hat.
Das reine Batterie betriebene Elektroauto wird die Zukunft bestimmen.Die eigentliche Frage,ist die Frage nach der Batterie und deren Wechsel(Agassi).Soll die Batterie Bestandteil des Autos sein,oder besser ein Leihgegenstand(Pfandflasche)?
Wozu also Geld ausgeben für alte Technologie,die kaum noch jemanden interessiert?
Statt in Motoren und Getriebe,sollte gerade die deutsche Industrie lieber in die Zukunftstechnologie,rund um das Elektroauto investieren.

MfG Kraeker

Gerd Kebschull 19. Juli 2009 um 11:30

Hallo Kraeker,
Ich glaube noch nicht an das eAuto, zumindest nicht in den nächsten 5 Jahren. Die Ladezeiten sind einfach zu lang und die Reichweiten zu kurz. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass sich die Hersteller von Hybrid-Fahrzeugen auch sorgen um die Langlebigkeit der Batterien machen. Jeder kennt das Laptop-Problem, nach 2-3 Jahr ist die Leistung von vormals 2,5 bis 3 Stunden auf 30 Minuten runter. Dann kommst Du mit dem eAuto nur noch zum Brötchen holen und zurück.

kraeker 19. Juli 2009 um 21:16

Hallo Gerd – ich noch mal.
Den Wechsel zum E-Auto sehe ich schon innerhalb der nächsten zehn Jahre als fast abgeschlossen.Da sich die Stromkosten bei ca. 2€ pro 100km belaufen werden,denke ich an eine Art Leihbatterie.Wir bezahlen heute 8-15€/100km für Sprit.Mit der Differenz von 6-12€ werden wir dann die Batterien bezahlen.Denn Autofahren wird wohl nicht billiger werden.So läßt sich auch die Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren bewerkstelligen,ohne das gleich die ganze automobile Welt panisch wird.
Wirklich interessant finde ich zur Zeit nicht das was die Autohersteller zeigen,sondern was die Hersteller der Assistenzsysteme so entwickeln.

MfG Kraeker

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