Autofahrer – Melkkühe der Nation

von Gerd Kebschull am 14. Dezember 2009

Immer wieder wird berichtet, dass Milliarden Euro in den Straßenbau investiert werden. Dass dieses Geld aber nur ein Bruchteil vom dem ist, was wir Autofahrer jährlich durch direkte und indirekte Steuern in die Staatskasse einzahlen, wird oft verschwiegen.

Euro5 und doch nicht steuerbefreit

Ich habe schon einmal darüber geschrieben, dass wir damals, als wir einen Mercedes-Benz 190D gekauft haben, plötzlich und unerwartet für ein Jahr keine Kfz-Steuer zahlen mussten. Da wir ja umweltfreundlich, nämlich kraftstoffsparend, unterwegs waren. Einige Jahre später mussten wir für einen moderneren Mercedes 250D, da kein Kat vorhanden war, 1000 Mark in die Staatskasse einzahlen.

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Jetzt haben wir einen 320D mit Euro4, mit dem wir für ein Jahr von der Steuer befreit sind, weil Euro4 und vor dem Stichtag angemeldet. Unser neuer 318d Touring hat natürlich Euro5, ist mit Start-Stopp ausgestattet, BMW EfficientDynamics, verbraucht im Drittelmix (echte) 5,5 bis maximal 6 Liter – aber, da nach dem Stichtag gekauft, wird er mit 200 Euro Kfz-Steuer eingestuft.

Verstehe einer unsere Politiker. Und das Thema Maut ist meiner Meinung nach leider auch noch nicht vom Tisch. Dann werden vor allem die Vielfahrer, die ja sowieso schon über die erhöhte Benzinsteuer (inkl. Mehrwertsteuer) noch einmal kräftig zur Kasse gebeten. Aber noch trauen sich die Politiker nicht an das Thema heran. Erste schüchterne Versuche wurden vom ADAC kräftig abgeschmettert. Aber warum werden von den Mautscannern alle Fahrspuren überprüft?

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Foto © Redaktionsbüro Kebschull

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(3) 125 Jahre Automobil – Diesel
30. Januar 2011 um 12:26

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Kraeker 22. Dezember 2009 um 11:28

Mit dem sparsamen Diesel von gestern kommt schon im nächsten Jahr keiner mehr in die sogenannte “Umweltzone”. Zig tausende Handwerker und Gewerbetreibende müssen sich nun mit städtischer Verordnung ein neues Auto kaufen,von dem sie nicht wissen was für Kosten (Steuern & Maut) auf sie zukommen,und ob sie auch in fünf oder sechs Jahren damit noch eine Stadt befahren dürfen.
Die Wissenschaftler haben schon den Unsinn der Umweltzonen nachgewiesen.Trotzdem wird weitergemacht.Grund:Die Städte können damit nachweisen,etwas gegen den Feinstaub getan zu haben.Sie können nämlich genau dazu verklagt und verurteilt werden.
Zur Maut:Steuererleichterungen wurden gerade für einzelne Schichten durchgesetzt(Wahlversprechen der FDP).Leisten,kann der Staat sie sich nicht.Mehrwertsteuer ist nicht mehr grenzenlos anhebbar.Es bleibt eigentlich nur der Autofahrer übrig.Ich denke mal 2011 ist es soweit,und die Maut ist fällig.
Zwei Ratschläge von mir:
1.Überlegt Euch genau,wohin Ihr Euer Wahlkreuzchen setzt.
2.Gibst Du einem Politiker die Hand,zähl hinterher Deine Finger durch.

Frohes Fest und Guten Rutsch,dem Autor und allen Lesern

Kebschull 22. Dezember 2009 um 12:02

Vielen Dank, für den ausführlichen Kommentar. Ebenfalls Weihnachtsgrüße zurück. Ich wünsche allen Lesern von Autoplenum.de besinnlich Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins Neue Jahr und ein spannendes Auto-Jahr auf autoplenum.de
Gerd Kebschull

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