Das Autojahr 2010

von Gerd Kebschull am 4. Januar 2010

Schon im letzten Jahr habe ich versucht einen Ausblick auf 2009 zu geben. Auch diesmal wollen wir schauen, was uns das Auto-Jahr zu bieten hat.

Kleinwagen braucht das Land

Auch wenn die IAA im letzten Jahr uns weismachen wollte – das Elektroauto ist da, weit gefehlt. In 2010 müssen sich die eAuto-Fans noch mächtig gedulden. Wer umweltfreundlich fahren will, fährt Diesel (Euro 5) oder einen Hybrid. Sparmotoren haben auf jeden Fall die Nase vorn, obwohl Diesel bei etwa 1,10 Euro pro Liter doch verhältnismäßig preiswert ist. Der neue Opel Mervia II wird mit 95 PS und nur 1,3-Liter Turbo aufwarten.

Großes “Reinemachen” bei allen Premiumherstellern, denn trotz Finanzkrise darf es keinen Stillstand geben. Mercedes will mit der neuen A-Klasse glänzen, die aber erst 2013 kommt – schade. Auffällig ist, dass die Premiumhersteller sich bemühen, ein attraktives Angebot im Niedrigpreissegment, als A-Klasse, 1er BMW oder Audi A1 anzubieten – wobei, so richtig preiswert sind die Autos leider auch nicht. Der Audi A1 war eigentlich schon für Ende 2009 angekündigt. Die WELT prognostiziert einen Preis von etwa 15.000 Euro – ohne Extras. Auto Motor Sport gibt als Termin Sommer 2010 an (Audi-Media-Guide) – an einer anderen Stelle im Netz lese ich Oktober 2010.

Die BMW-Fans freuen sich auf den neuen 5er. Er wird, wie man es von BMW gewohnt ist, ein Feuerwerk von Innovationen loslassen. Der 520d startet bei knapp unter 40.000 Euro. Für Autofahrer, die es luxuriös aber etwas preiswerter mögen, lohnt sich das Warten auf den neuen Skoda Superb, der als 1,9 TDI bei etwas über 23.000 Euro, der Combi (Markteinführung 23. Januar 2010) bei 27.000 Euro startet.

Meine Prognose für 2010. Auch in diesem Jahr haben die Neuwagenkäufer gute Chancen auf satte Rabatte. Wer sich mit einem Satz Fußmatten abspeisen lässt ist selbst Schuld.

Linktipps:

Foto A1 StreetArt © Audi AG

{ 2 Trackbacks }

Elektromobilität
4. August 2010 um 16:13
(1) Autojahr 2011 – BMW
17. Dezember 2010 um 19:00

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Kraeker 7. Januar 2010 um 18:41

“Kleinwagen braucht das Land”
Nun ganz so sehe ich die Sache nicht. Brauchen wird jeder Mensch eine andere Größe.
Mir stellt sich eher die Frage wie viel Auto bekomme ich für mein Geld? Eine kleine VW-, Audi- oder – BMW-Sparbüchse, gut ausgestattet für über 20.000€?
Die Diskussion 2009 lautete “Dacia”. Auch wenn dieses Auto für mich nicht in Betracht kommt, so zeigt es doch deutlich, was für weniger Geld noch alles machbar ist.
Neben den Weg zum Elektroauto,sollten die Hersteller mal an die Bedürfnisse und die Möglichkeiten der Verbraucher denken.
Premiumautos gibts mehr als genug. Und die Einkommen sind, selbst in der “Mittelschicht”, in den letzten 20 Jahren, Inflationsbereinigt, deutlich zurück gegangen.

Gruß Kraeker

Gerd Kebschull 9. Januar 2010 um 12:27

Mercedes, BMW und Audi haben ganz eindeutig den low-cost-Bereich verschlafen. An einem 10.000 Euro-Auto macht man halt keine großen Gewinne. Deshalb heißen die Gewinner der Abwrackprämie auch Opel, Renault und Co. Ein VW 1.4 16V Polo fängt bei 15.810 Euro an, ein Golf 1.2. TSI kostet mit einigen Extras bereits über 25.000 Euro – das sind 50.000 Mark! Ohne Spritze von der Bank oder einer günstigen Finananzierung geht es nicht – aber wenn der Wagen bezahlt ist, ist er auch uralt ;-) )

Kraeker 9. Januar 2010 um 21:35

Ich schon wieder.
Das man an einem 10.000€ Auto keine Gewinne macht, ist der springende Punkt.Ich muß nur deutlich mehr 10.000€ Autos verkaufen.
Aber eigentlich ist es auch egal. Ich bin bekennender Fan von den kommenden Elektroautos. Mir wär am liebsten,ich kauf das Auto ohne Batterie. Die könnten sich dann über Ladungen an Ladestellen (Agassi-System) bezahlen.
Bis es soweit ist, erwarte ich von der Autobranche nur die Entwicklung von nützlichen Assistenzsystemen.
Leider ist das was uns dieses Jahr geboten wird meist nur Design.

Gerd Kebschull 12. Januar 2010 um 08:49

Das eAuto macht energetisch gesehen keinen Sinn, weil z.B. Gas in Elektrizität (http://blog.autoplenum.de/iaa-internationale-automobilausstellung-2009/) umgewandelt wird, die dann verlustreich nach Hause geliefert wird usw. Jeder Umwandlungprozess hat einen Wirkungsgrad – sprich bringt Verluste. Daher gleich mit LPG losfahren.
Leichte Auto, Downsizing – verbrauchsoptimierte Autos. Wasserstoff macht auch nur Sinn, wenn man Möglichkeiten findet, diesen preiswert zu erzeugen (s.a. Focus: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/brennstoffzellen/wasserstoff-technologie_aid_21707.html)

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