Der neue BMW 520d Touring kostet 42.600 Euro. Ok, das sind über 80.000 Mark, stolzer Preis. Aber was lese ich in der aktuellen Auto motor sport (Heft 18/2010): Testwagenpreis 68.230 Euro. Da hat mal wieder die nach oben offene Aufpreisliste zugeschlagen. Ist das noch in Ordnung?
Nieder mit dem Aufpreis
Den von außen verstellbaren Innenspiegel haben die BMW-Macher bislang noch nicht im Angebot. Aber sonst kann man alles bestellen, was das Herz begehrt. Nicht einmal die Automobilfachverkäufer können ein Auto so bestellen, wie er sein soll. Dafür gibt es ja jetzt den Konfigurator.
BMW 5er Touring: Schönheit hat seinen Preis
Wollen Sie eine Einparkhilfe vorn und hinten, gibt es aber nur im Zusammenhang mit einem beleuchtet Aschenbecher. Der Spurwechselassistent, der bislang kostenlos als Beifahrer mitgefahren ist und kritische Manöver mit “Oh, oh” kommentiert hat, kostet jetzt 620 Euro. Das Zweibeinige Navigationsgerät, das bislang in einem Autoleben zwei Autoatlanten im Gegenwert von etwa 40 Euro gekostet hat, wird jetzt mit 3050 Euro in Rechnung gestellt.
Auch der Mitbewerber Audi schlägt kräftig zu. Aus einem Audi A4 Avant TDIe (136 PS) mit einem Grundpreis von 33.250 Euro wird mit Ambiente-Paket, Metallic und einigen anderen wichtigen Extra schnell ein Auto, dass mal eben 41.770 Euro kostet.
In der gleichen Zeitung wird dagegen ein Citroen C3 Picasso abgestraft mit dem Hinweis “hoher Grundpreis”, obwohl er mit einigen serienmäßigen Extras wie Einparkhilfe hinten und Klimaautomatik teurer wird als der Opel Meriva. Aber Gott sei Dank haben die Kollegen auch den Sieger Skoda Roomster mit der Bemerkung: “Günstig ist er nicht mehr” nach Hause geschickt. Wir reden hier von Familienkutschen, die Mal locker 25.000 Euro und mehr verschlingen.
Ich habe vor kurzem einen interessanten Bericht im TV gesehen, in dem man einen Standard-Golf von Golf I bis Golf VI immer wieder verglichen hat mit einem Standardgehalt Jahresgehalt und prozentual berechnet, wie hoch der Aufwand ist, sich so ein Fahrzeug zu leisten. Die Gehälter stiegen kontinuierlich, aber überproportional stiegen auch die Kosten für den entsprechenden Golf.
Fotos © BMW AG, Audi AG


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Autos werden immer teurer, das ist leider der Lauf der Zeit.
Aber man bekommt auch einen entsprechenden Gegenwert dafür. Der neue 5er Touring hat inzwischen wie viele andere neue Autos auch, die Außenmaße der nächst höheren Klasse von vor etwa 10 Jahren erreicht. Auch die inneren Werte können immer mehr überzeugen. Sei es die neuen umfangreichen Komfortausstattungen oder die hochwertige Verarbeitung der Materialien. Dem Kunden wird durch das Zahlenspiel am Heck der Fahrzeuge natürlich unbewusst das Geld aus der Tasche gezogen.
Um preislich im Rahmen zu bleiben, bieten inzwischen alle Hersteller ein entsprechendes Modell eine Klasse tiefer an und um diesen Trend langfristig halten zu können, müssen neue Modellreihen wie z.B. der 1er BMW oder der Audi A1 her halten.
In Wirklichkeit sind sie jedoch ein 2er BMW oder ein Audi 50 der Moderne.
Wohin uns diese Verschiebung führen wird, bleibt abzuwarten. Aber BMW 7er und Co scheinen langfristig vom Aussterben bedroht zu sein.
Danke für den ausführlichen Kommentar.
Aber das leben wird immer teurer und Vater Staat hält ständig die Hand auf. Kann sich auch die vermeintlich gut verdienende Mittelschicht diese „Mittelklasseautos“ bald nicht mehr leisten?
Wir bleiben an dem Thema dran.
Kaufe schon lange kein deutschen Auto mehr. Japaner andere Ausland Autos sind jetzt interessant. Deutsche AUTO. NEIN danke, ist zu Teurer.Auch meine Kollegen haben Japan Autos gekauft, so ist das heute zu Zeit, Deutsche Autos NEIN DANKE. TOYOTA AVENSIS und andere Japaner kaufen, Der “Vater Staat” macht uns kaputt nur GELD, wo ist das Leben, Auto braucht man. Drum kaufe ich nur JAPAN AUTOS.