(4) Ford Grand C-Max – Fazit

von Gerd Kebschull am 1. März 2011

Nach etwa 2.300 Test-Kilometern haben wir gestern den Ford Grand C-Max wieder abgegeben. Der Wagen überzeugt mit vielen liebevollen Details, ist mit 340 Newtonmeter Drehmoment (bei 2.000 1/min) und 163 PS gut unterwegs. Wie Ford allerdings einen Kraftstoffverbrauch von 4,8 / 5,0 Liter (außerorts nach VO (EC) 715/2007) schafft, wird immer ein Geheimnis bleiben.

Flatrate „voll im Trend“

Bei Ford gibt es die Flatrate. Das hat aber nichts mit telefonieren zu tun, sondern es gibt 4 Jahre Garantie ab Erstzulassung, 3 Wartungen / Inspektionen inklusive und auf Wunsch 4 Jahre Ford Auswahl-Finanzierung mit einem festen effektiven Jahreszins. Da bleiben die Kosten doch zumindest für die ersten vier Jahre überschaubar.

Ford Grand C-Max

Ford Grand C-Max: Das ideale Familienauto

Ford Grand C-Max

Klappe auf, Klappe zu: Praktisch und schnell

Die Titanium-Ausstattungslinie glänzt mit zahlreichen Extras, wie beispielsweise Ambientebeleuchtung, Audiosystem Sony mit 4,2“-Display inkl. Sound & Connect (Mobiltelefon-Vorbereitung mit Bluetooth-Schnittstelle), Berganfahrassistent, Tempomat, 2-Zonen Klimaanlage, 16-Zoll-Aluräder und vieles mehr.

Heckklappe auch für große Menschen praktisch

Die Heckklappe elektrisch kostet für den Grand-C-Max 430 Euro Aufpreis, kann aber nicht mit Titanium geordert, sondern muss mit dem Family-Paket II (510 Euro) gebucht werden. Zusätzlich gibt es dann einen 230-Volt-Anschluss (150 Watt), praktisch, wenn man mit einem Laptop unterwegs ist oder eine Batterie für eine digitale Kamera aufgeladen werden muss. Schade, dass „unser“ C-Max kein Tagfahrlicht hatte. Dieses Feature für 299 Euro hätte ich auf jeden Fall geordert.

Kraftstoffverbrauch

Modus Geschwindigkeit Strecke Verbrauch
Kurzstrecke, langsam Überland 55 km/h 75km 7,3 l/100 km
Landstraße (flotte Fahrweise) 73 km/h 112 km 9,5 l/100 km
Landstraße, kraftstoffsparend 71 km/h 88 km 6,4 l/100 km
BAB 121 km/h 533 km 8,7 l/100 km

Fazit

Der Ford C-Max hat viel Spaß gemacht. Gut ausgestattet, durchbricht er leicht die 30.000 Euro-Marke. Dafür bekommt man ein gut-durchdachtes Auto, das der ganzen Familie gefällt. Auch ein „Raumwunder“ muss kein Langeweiler sein.

Den nächsten Ford, den wir hier ausführlich vorstellen wollen, wird wohl eine Ford Focus mit EcoBoost Benzinmotor sein. Ich bin jetzt schon gespannt, wie die Verbräuche ausfallen werden. Morgen freuen wir uns auf den Seat Leon Cupra R.

Linktipps:

Fotos © Redaktionsbüro Kebschull

{ 4 Trackbacks }

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Baumgarth 5. Oktober 2012 um 23:08

Bin seit über 21 Jahren bei Ford beschäftigt und frage mich wie sie das schaffen dem Dieselmotor soviel Kraftstoff zu entlocken. Bei welchen Kilometerstand haben sie das Fahrzeug übernommen und wie ist ihre fahrweise?
Wir haben Kunden die beim 2008 Fiesta (Benzin) anfangs sich über den erhöhten Verbrauch gewundert haben und teilweise verärgert waren.Und sich doch wunderten das der Motor hinterher doch so sparsam ist (nach einer gewissen Einlaufzeit.)
Da Motoren selbst neuster Generation einer Einlaufphase obliegen was sie meiner Meinung ja wohl wissen müssen,brauche ich ihnen wohl die Grundlagen eines Motors und deren Charakteristik nicht weiter zu erläutern.
Vielleicht sollten sie ihre Fahrweise doch mal überdenken.Flotte Fahrweise über Land mit 9,5l/100km,sollte wohl drauf schließen das sie überwiegend nur im 3.Gang gefahren sind.
Mein momentanes Fahrzeug ist ein 2007 C-Max 125PS mit 1,8L Benzin und schaffe es nicht annähernd diese Verbrauchswerte zu realisieren.Bitte berücksichtigen beim nächsten Mal den Kilometerstand denn nach 2300 km ist die Einlaufphase nicht abgeschlossen,da dies mehr oder minder nur schlechte Kritikpunkte führt ist ihnen wohl klar.

Gerd Kebschull 6. Oktober 2012 um 11:16

Hallo Herr Baumgarth,
vielen Dank für Ihr ausführliches Statement. Natürlich weiß ich, dass hoch aufbauende Fahrzeuge (s.a. “Wenn die bunten Fahnen wehen“) mehr Kraftstoff verbrauchen – und Ford Motoren sind NICHT grundsätzlich Spritfresser, wie wir das bei Ford Fiesta ECOnetic mit 3,7 l/100km eindrucksvoll bewiesen haben.
Aber dass man mit dem Ford C-Max kaum unter 7 Litern fahren kann, ist nicht akzeptabel. Dass wir nicht mit dem Gaspedal umgehen können – da muss ich heftig wiedersprechen. Denn wir haben es sogar geschafft, einen 2-Tonnen Porsche Panamera Diesel mit 5,5 l/100 km zu bewegen.
Ich vermute eher, dass das Getriebe die Ursache war. Vielleicht testen wir den C-Max noch einmal als Schaltwagen. Aber Anfang 2013 freuen wir uns erst einmal den Ford B-Max hier ausführlich vorstellen zu können.

Georg & Sabine Rademann 21. Oktober 2012 um 22:19

Guten Tag !
Im Februar 2012 haben wir uns (meine Frau und ich – beide 66. Rentner) einen neuen Ford Grand C-MAX, bei Ford-Besico gekauft (Titanium, 2,0 l, TDCi, 103 kW (140 PS), Diesel, 6-Gang Handschaltung, 5 Sitze). Bis jetzt, Oktober 2012, hat das Fahrzeug über 12000 km hinter sich. Erst nach 5000 km habe ich dann auch einen Wohnanhänger (1300kg) angehängt. In Sommer hat uns dieser Ford Grand C-MAX nach Kroatien und zurück (also über die Alpen) mit dem Wohnanhänger, für 10,7 Liter pro 100 km gebracht, bei einer vorsichtigen Fahrweise, aber auch mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h (wo es erlaubt und möglich war – Plakette für 100 km/h vorhanden)! Doch der Verbrauch (solo) in der Stadt oder auf der Landstraße entspricht nicht den Werksangaben. Ein unschöner Wermutstropfen hat sich jetzt doch noch eingestellt: Die als Zubehör (gegen Aufpreis) bestellte und mit der Fahrzeugauslieferung erhaltene Tagfahrlichter. In einem ist Wasser eingedrungen und das andere leuchet nicht komplett – wird aber, jetzt in der Garantiezeit repariert – hoffentlich ist es nur eine kleine Randerscheinung.
Fazit: Mit diesem Ford Grand C-Max sind wir sehr zufrieden. Im Winter ist am wertvollsten das Winterpaket (unter Anderem die beheizbare Frontscheibe und die beheizbaren Vordersitze) und im Sommer das Sommerpaket – mit der automatischen Klimaanlage (auch einzeln regelbar). Dann noch der Fahrer-Assistenz-Paket I. Als ehemaliger Berufskraftfahrer für große LKW´s, habe ich immer noch kleinere probleme mit PKW´s beim Einparken, doch hier mit dem Einparkassistent habe ich beim Einparken keine Probleme mehr – eine tolle Sache, dieser sucht die Parklücke und parkt dann selbst ein (Hände weg vom Lenkrad)! Und die hinteren Schiebetüren haben sich als sehr vorteilhaft erwiesen! Nur der Tempomat ist in Verbindung mit dem Wohnanhänger nicht ratsam – da er immer arbeitet.
Diesen PKW können wir aus Erfahrung als Familien-, Urlaub und Wohnanhängerzugfahrzeug wärmstens empfehlen!

Gerd Kebschull 6. Dezember 2012 um 10:42

Dank an “Georg & Sabine Rademann”. Dass ein Auto mit Anhänger kaum unter 10 Litern zu fahren ist, leuchtet ein. Man hat ja auch ein “Scheunentor” hinten angehängt. Wir waren früher auch häufig mit einem Camper unterwegs (Honda Accord, BMW 320i), da waren 10 Liter schon wenig.
Weiterhin viel Spaß mit dem C-Max. Wir hoffe, im Februar 2013 den kleineren Bruder B-max hier ausführlich vorstellen zu können.

Leasing mit Betreibung 28. Mai 2013 um 13:46

Wichtig ist für den Anhängerbetrieb darauf zu achten, dass der Motor genügend Drehmoment hat. Ein kleiner Motor verbraucht mehr Treibstoff, wenn er permanent unter Vollast läuft als ein grosser Motor, welcher im Leerlauf läuft.

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