Die Autos sind elegant geworden. Rost ist bei den meisten Herstellern auch nach sechs bis acht Jahren kein Problem mehr. Die Elektronik macht das Autofahren leichter und sicherer. Aber können wir „Normalbürger“ uns in fünf bis zehn Jahren überhaupt noch das Autofahren leisten? Sind nur noch die Superreichen mobil? Der Versuch auf den Ausblick auf das Jahr 2016.
Direkteinspritzer, Diesel, Elektromotor oder doch Wasserstoff?
Dass wir mit dem wertvollen Rohstoff Öl sorgfältiger umgehen müssen, das ist wohl keine Frage. Besonders jetzt, wo sogar schon der Dieselpreis mit fast 1,40 Euro ein Allzeithoch erreicht hat, macht Sprit sparen Sinn und haben Spritsparer, wie der 3L-Lupo, auch wieder eine Chance.
Dieseltriebwerke und Motoren mit Direkteinspritzung haben meiner Meinung nach bis 2016 die Nase vorn. Volkswagen hat gezeigt, dass man das 1-Literauto bauen kann. Gern würde ich das Fahrzeug hier im Blog einmal vorstellen und beweisen, dass dieses Auto sogar alltagstauglich ist.
Kleine Motoren mit leistungsfähigen Turboladern, konsequenter, bezahlbarer Leichtbau werden den Verbrauch auf unter drei Liter bringen. Dass dies auch heute schon geht, beweist Volkswagen mit dem VW Polo und wir haben auch den Ford Fiesta unter 4 Liter bekommen, ein Leser sogar die 3-Liter-Marke geknackt.
Autos müssen kleiner und daher leichter werden
Hybrid-Sportwagen-Studie BMW Vision Efficient Dynamics. Der futuristisch gestaltete 2+2-Sitzer soll nur 3,8 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometern benötigen. Foto (c) 2009 Kebschull, IAA Frankfurt
Der Volkswagen Golf bietet als Kombi fast so viel Platz wie ein „alter“ Passat, der aktuelle Polo rangiert in der ehemaligen Golf-Klasse. Jede neue Fahrzeuggeneration ist wieder einmal größer und PS-stärker geworden. Mit den neuen Fahrzeugen passen wir fast nicht mehr in eine „normale“ Garage. In den Parkhäusern kann man nicht mehr aussteigen, weil die Parkbucht zu schmal – oder besser, das Auto zu breit geworden ist. Eine Unart, die man häufig sieht: SUVs wie BMW X5 & Co parken bereits zweispurig.
Einige Hersteller experimentieren bereits an Kohlefaser-Karossen. In der Luft- und Raumfahrt sowie im Motorsport und exklusiven Sportwagen wird dieser hochfeste und extrem leichte Werkstoff schon lange eingesetzt. Dass dieses Material auch im Bereich der Automobile in der Serienfertigung eingesetzt wird, da bin ich eher skeptisch.
E-Mobil oder doch F-CELL?
Elektroautos machen nur auf Kurzstrecken Sinn. Weitere Vorgabe: Der Strom muss sozusagen „über“ sein. Damit meine ich, dass Überkapazitäten für Elektrofahrzeuge genutzt werden. Falls sich die eAutos trotzdem durchsetzen, befürchte ich, dass wir neue Atomkraftwerke benötigen, um den zusätzlichen Bedarf zu decken. Die Stromerzeuger haben sich schon beim Förderprogramm der eAutos eingeklinkt. Da sage ich nur: „Holzauge sei wachsam.“ Denn RWE, Vattenfall und Co sind kein karitativer Verein, der nur Gutes tun will. Außerdem bleiben uns die Hersteller von eAutos noch die Antwort schuldig, wie lange die Batterien halten, wie langlebig diese sind (siehe Notebook-Akkus) und wer die Entsorgung bezahlt. Im Zweifelsfall natürlich der Nutzer. Also bleiben die Kosten wieder an uns hängen.
Wasserstoff wäre eine ideale Fortbewegung, weil auch an der Erhöhung des Aktionsradius‘ gearbeitet wird. Wird Wasserstoff aus „Abfallprodukten“, wie beispielsweise Bio-Energie, hergestellt, wären wir auf dem richtigen Weg. Große Stückzahlen von H2-Autos würden auch die Kosten senken und den Kaufpreis in eine attraktive Höhe bringen. Aber sicherlich nicht bis 2016!
Meine Prognose für 2016 ist daher: Kleinere und leichtere Fahrzeuge, vielleicht sogar der Trend wieder zum 2-Sitzer mit modernen Dieseltriebwerken oder Benzindirekteinspritzer. 3-Zylinder und 2-Zylinder werden eine Blütezeit erleben. Vielleicht sogar ein 1-Zylinder.
Aber nicht nur die Herstellen sind gefordert, den Käufern spritsparende Fahrzeuge anzubieten. Wir Autofahrer müssen umdenken: Nicht mehr größer, breiter schneller – sondern klein, sparsam, effizient. Und – wir müssen lernen diese Technik optimal einzusetzen. Dann klappt es auch mit der 3-Liter-Grenze. In fünf Jahren wissen wir mehr.
Das Autojahr 2011
- (1) 125 Jahre Autobobil – Fiat 770
- (2) 125 Jahre Automobil – Sicherheit
- (3) 125 Jahre Automobil – Diesel und Elektronik
- Das Autojahr 2011 – Audi (BMW, VW, Ford)
Fotos © Redaktionsbüro Kebschull (2), Ford (1)



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Die Zukunft des Automobils bleibt spannend. Wenn man den Erdölexportierenden Ländern glaubt, dann fahren wir noch lange mit herkömmlichen Konzepten herum.
Die Realität scheint jedoch anders zu sein. Die Maximale Ölfördermenge Weltweit hat ihren Zenit schon überschritten, daher ist ein Umdenken schnell erforderlich.
Studien wie der neue VW XL1 sind wegweisend in diese neue Generation von individueller Mobilität. Man sollt sich allerdings nicht mehr zulange Zeit lassen, denn sonst ist selbst für solche Fahrzeuge kein Öl mehr da
Elektronik ist das Stichwort und Umdenken der Knackpunkt. Auf der einen Seite werden Motoren immer effizienter, andererseits wird das von dem Luxus, den uns ein Auto heute bieten muss wieder aufgefressen.
Ein paar Helferlein weniger, etwas weniger Gewicht, weniger Leistung, vielleicht das 12V System doch mal auf 48V umgestellt und viel kann sich ändern!
Aber solange man auf eine Heckklappe noch Namen erfinden muss, die nichts mit dem Hubraum zu tun haben (Beispiel: Mercedes S400Hybrid), damit der geneigte Betrachter daraus Rückschlüsse auf die Leistung des Fahrzeugs und das gesellschaftliche Potenzial des Fahrers ableiten kann, solange kann ich nur sagen: wir müssen uns zu aller erst an die eigene Nase fassen.
Ich auch! Oder muss man wirklich 170 PS in einem Fünfsitzer aufscheuchen, um alleine zur Arbeit zu fahren???