(3) Audi A3 RS Sportback – Fazit

von Gerd Kebschull am 16. November 2011

Nach zwei Wochen und etwa 1.600 Kilometern müssen wir vom Audi A3 RS Abschied nehmen. Der Audi A3 RS Sportback wusste zu gefallen und macht uns schon neugierig auf den Audi A5 / S5, den wir im Frühjahr vorstellen wollen.

Der sportliche Alleskönner

Unsere Enkelin Lisa findet den Audi A3 RS “perfekt”. Dem können wir uns nur anschließen. Souverän bringt er mit seinem Quatto-Antrieb die 340 PS auf die Straße. Auf der Landstraße bei 100 km/h und Tempomat hätte ich erwartet, dass er vielleicht einen ½ Liter Super / Super+ weniger verbraucht. Immerhin haben wir auch einen Porsche 997 GTS 6-Zylinder mit 408 PS unter 8 Litern gefahren.

Audi A3 RS Sportback

Audi A3 RS Sportback liebt die Kurven

Auf der Hausstrecke mit den Rallye-Genen

Felix Sutschek, Redakteur von auto-online-Magazin ist den Audi A3 RS auf seiner Hausstrecke gefahren.

Wie hat dir denn der Audi A3 RS gefallen?

Felix Sutschek

Felix Sutschek

Felix Sutschek: Gut, allerdings mit kleinen Einschränkungen. Mir sind die Sitze etwas zu hoch positioniert und mit etwas zu wenig Seitenhalt. Dafür betört der Motor in Verbindung mit Quattro und DSG die Sinne. Allerhöchste Liga.

Der Audi A3 RS spielt kräftemäßig in der Liga von Porsche Cayman R und Ford Focus RS.

Wenn man den Preis mal außen vor lässt, welche Reihenfolge, in Sachen Fahrspaß, würdest Du festlegen?

Audi A3 RS Sportback

Audi A3 RS Sportback mit starken "Bewegungsdrang". Wo ist der BMW 1er Coupe, dem ich meine Endrohre zeigen darf?

Felix Sutschek: Den Vorwärtsdrang des RS3 kann keiner der anderen toppen. Keiner geht derart brutal vorwärts. Dabei ist der Audi der einzige der auch aus Kurven problemlos wie ein Stier vorwärtsgeht. Der Focus kämpft da mit Untersteuern, der Cayman mit Übersteuern. Der Audi geht nur leicht untersteuernd brutal raus aus der Kurve, Fahrspaß pur. Und dazu der Sound…

Ach ja, die Platzierung: Schwierig, das müsste man kategorisieren können…Sound? Da kann er gegen die beiden Krawallbrüder nicht gewinnen. Motor? Für mich klar auf Platz 1. Getriebe Platz 2 hinter dem Cayman. Antrieb teilt er sich den ersten mit dem Cayman, dafür macht der Hecktriebler zu viel Spaß auf dem Kringel um ihm das Übersteuern im Grenzbereich anzukreiden. Am meisten gefehlt hat mir Feedback von der Lenkung, das konnten die beiden anderen ganz klar um Welten besser.

Dein Fazit zum Audi A3 RS?

Felix Sutschek: Jetzt wird’s ungemütlich: Mir ist er zu verwaschen. Ich hatte mich auf einen durch und durch sportlichen A3 eingestellt. Die Motordaten in Kombination mit Quattro geben das her. Aber er ist konsequent inkonsequent. Die Sitze sind zu sehr auf Komfort getrimmt, die Lenkung zu indifferent, das Feedback nicht vorhanden und der Sound eine Spur zu leise. Der Motor ist phänomenal und der Quattro bietet Potential. Aber ich hätte ihn mir etwas kompromissloser gewünscht. Vielleicht bin ich auch nur noch zu jung dafür…

Fazit

Audi A3 RS Sportback

Audi A3 RS Sportback - 340 PS, quattro, DSG, alles was ein Sportler braucht

Der Audi A3 RS ist ein Auto, das in allen Lebenslagen glänzt. Er cruised zum Einkaufen, holt mit Freuden die Kinder vom Sport ab, kann zahm und wild sein – und das in Bruchteilen von Sekunden hintereinander.

Im Vergleich zum Porsche Cayman R punktet er im Bereich Wirtschaftlichkeit. Aber trotz 10 PS mehr und Sieg beim Sprint auf Tempo 100, ist der Cayman der bessere Sportwagen. Der Porsche Cayman R ist und bleibt die ultimative Fahrmaschine.

Auch der Vergleich zum Ford Focus RS ist schwierig. Hier punktet der Focus durch seinen vergleichsweise niedrigen Anschaffungspreis. Im Vergleich zum Focus RS “gibt” der A3 den Gentleman. In der Sportnote punktet jedoch der Focus RS. Der Sound vom Focus, vor allem wenn er durch das Wastegate ausatmet, ist schon genial.

Der nächste Sportler, der Opel Corsa OPC Nürburgring wird Mitte Januar erwartet. Wir vermissen den BMW 1er M Coupe. BMW will, warum auch immer, uns keinen Testwagen zur Verfügung stellen. Schade, der 1er hätte eine faire Chance hier in der Rubrik “Junge Wilde“  – Sportwagen verdient. Und keine Angst BMW: Wir lieben Auto!

Am Freitag steht der Skoda Octavia RS auf der Matte für die Rubrik “Starke Limousine”.

Link-Tipps:

Fotos © 2011 Redaktionsbüro Kebschull

{ 2 Trackbacks }

(2) Audi A3 RS Sportback – Test
6. Dezember 2011 um 08:30
(1) Audi A7 Sportback 3.0 TDI 313 PS – Diesel
2. Juli 2013 um 18:10

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RS3ikel 17. November 2011 um 09:28

…eines steht im Test allerdings nicht drin. Die völlig unterdimensionierte Bremsanlage des RS3! Nach “nur” 6 TKM, meist Autobahn wurde bereits der 2. Satz Bremsscheiben (nein, nicht Beläge!) ausgetauscht. Zwar auf Kulanz, aber sehr ärgerlich. Ansonsten ist das Fahrzeug eine absolute Superspaßmaschine!

Gerd Kebschull 27. November 2011 um 17:41

Kann ich mir fast nicht vorstellen. Nach 6.000 Kilometer Nürburgring, ja, aber nicht auf der BAB, wenn man einigermaßen “normal” unterwegs ist.

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