Der Volkswagen Scirocco R macht einfach Spaß. Er lässt sich im Automatik-Modus schön leise und brav bewegen und wird im Sport-Modus zum “Biest”. Was will man mehr?
DSG-Getriebe das Multitalent
Eigentlich bin ich kein Automatik-Getriebefahrer. In Amerika ja, aber da gibt es ja eh kaum eine Chance auf einen Schaltwagen. Den ersten Wagen, den ich mit Tiptronic gefahren bin, war ein Porsche 993 4S mit 275 PS. War schon schön, aber wer braucht die Schaltpaddel?
Volkswagen Scirocco R: Herbsimpressionen
Das DSG-Getriebe hat mich überzeugt. Einmal, weil man im Normal-Modus so schön bummeln kann. Wenn man will, kann man blitzschnell über die Schaltpaddels am Lenkrad eingreifen, rechts hoch, links runter schalten. Wenn man es krachen lassen will – und wer einen “R” mit 265 PS ordert, hat natürlich manchmal diese Ambitionen, der schaltet mal um in den Sportmodus. Jetzt kommt Bewegung ins Spiel und der Fahrer starrt fasziniert auf den Drehzahlmesser: Geschaltet wird immer erst kurz vor dem roten Bereich.
Noch mehr Spaß macht aber das manuelle Schalten. Kennen wir auch schon vom Mercedes-Benz Vito. Den Wählhebel kurz nach rechts und schon kann man die Gänge nur so nachlegen. Auch geübte Rennwagenfahrer können mit einer “normalen” H-Schaltung oder mit einer Kulisse (Audi R8) da nicht mithalten. Akustisch macht der R dann mächtig Spaß, weil er jeden Gangwechsel mit einem satten Ausblasen quittiert. Mit 350 Nm Drehmoment (2500 – 5000 1/min) hat der “R” mit den 1.419 Kilogramm Leergewicht kein Problem und hat genügend Reserven beim Überholvorgang.
Alltagstauglich?
Beantworte ich mit einem klaren ja. Selbst hinten können zwei Erwachsene eine zeitlang sitzen. Der Kofferraum ist natürlich nicht mächtig, aber durch die Linienführung ziemlich tief (312 – 1006 Liter (Messung nach ISO 3832)). Außerdem lassen sich die Rücksitze (50/50) schnell und bequem umklappen.
Mit etwa 55 Liter Tankinhalt bedeutet das bei flotter Fahrweise, alle 550 Kilometer an die Zapfsäule. Natürlich möchte der “R” lieber SuperPlus “schlürfen”, aber auch mit Super kann man, wenn man moderat unterwegs sein will, sicher ans Ziel kommen. Wir werden testen, ob der “R” sich auch sparsam bewegen kann.
Die Ledersportsitze sind beim Scirocco “R” mit 2.095 Euro kein Schnäppchen, aber bei so einem Auto fast schon Pflicht. Auch wenn man beim Autokauf nicht schon an die Abgabe denkt, keine Sportledersitze sollten beim Neukunden eine NoGo-Entscheidung sein. Natürlich ist die Sitzheizung ist serienmäßig.
Am Dienstag geht es zum ADAC Fahrsicherheitszentrum. Dort soll der “R” seine Sportgene zeigen.
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Fotos © Redaktionsbüro Kebschull
Alle Preisangaben Stand 11/2010



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Schickes Autochen. Mir persönlich fast schon zu bieder, zumindest der Prototyp gefiel mir besser. Ob er Optisch mit dem Focus RS mithalten kann muss jeder für sich entscheiden. Jedenfalls sieht der Scirocco in natura immer besser aus als auf Fotos. Wie fährst Du den, Super oder SuperPlus? Und was kostet es an Leistung wenn “nur” Super reinkommt?
… bieder? Nein, bestimmt nicht. Felix, der “Rocco” wird Dich am Montag, spätestens am Dienstag auf dem Parcours des ADAC FSZ überzeugen. Das Abblasen bei Scirocco R ist nicht so spektakulär wie bei Ford Focus RS – hört sich dennoch gut an. Ich denke, Du wirst an dem DSG im manuellen Modus viel Spaß haben!