1%-Regelung für Pkw

von Gerd Kebschull am 5. Dezember 2009

Für alle, die ein Fahrzeug häufig für die eigene Firma nutzen, aber kein Fahrtenbuch möchten, lohnt sich die Überlegung, den Wagen über die 1%-Regelung beim Finanzamt anzumelden.

Fahrtenbuch oder 1%-Regelung?

Im Internet gibt es ja zu jedem Thema erschöpfende Inhalte. Deshalb war ich auch etwas überrascht, dass zum Thema 1%-Regelung kaum Informationen abzurufen waren.

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Wird ein Fahrzeug fast ausschließlig (99%) für die Firma genutzt, ist es sinnvoll, ein Fahrtenbuch zu führen. Das macht zwar Arbeit, aber 99% der Kosten können steuerlich angerechnet werden.

S 63 AMGWird ein Fahrzeug nur zur Hälfte für die Firma eingesetzt, lohnt es sich ggf. über eine 1%-Regelung nachzudenken. Vorteile: Die Kosten können auch ohne Fahrtenbuch abgerechnet werden. Die gefahrenen Kilometer für die Firma müssen nur überschlägig glaubwürdig nachgewiesen werden. Nachteile: 1% vom Neuwagenpreis muss als Mehrwertsteuer angeführt und auch bei der Einkommensteuer angegeben werden.

Rechenbeispiel: Ein Fahrzeug kostet 35.000 Euro inkl. Extras und Mehrwertsteuer. Dann müssen 350,- Euro versteuert werden, unabhängig davon, dass man beispielsweise auf das Fahrzeug 15% Rabatt herunter gehandelt hat. Von den 350,- Euro müssen 80% = 280,- Euro * 19% = 53,20 Euro monatlich an das Finanzamt abgeführt werden. Bei einer Steuerprogression von 30% fallen dann noch einmal 350,- * 0,3 = 105,- Einkommensteuer an.

Die 1%-Regelung lohnt sich meiner Meinung nach nur für Neuwagen, denn auch eine 10 Jahre alte S-Klasse (ca. 90.000 Euro) wird mit dem Neuwagenpreis versteuert. Außerdem sollte das Auto auch entsprechend häufig benutzt werden. Übrigens ist es auch für kleine Firmen möglich, ein Fahrzeug mit Fahrtenbuch und eines über die 1%-Regelung anzumelden.

Hinweis: Dieser Blog ist keine Rechts- und auch keine Steuerberatung.

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Foto © Pixelio | Viktor Mildenberger, Daimler AG (1)

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