Der Porsche 911 (Typ 997) GTS war bislang für uns das automobile Highlight in diesem Jahr. Jetzt steht der Porsche Cayman R vor der Tür. Ein Extremsportler, der beweisen will, dass er ein echter Porsche ist. Wird es ihm gelingen, uns zu überzeugen?
Ist er zu hart, bist Du zu schwach
So könnte man es auf den Punkt bringen. Der Porsche Cayman R ist ein echter Sportwagen und zeigt dies auch deutlich: Porsche-Schriftzug, Heckspoiler, rote Bremssättel, knallharte Sportsitze. Sportfahrwerk (Serie) – 20 Millimeter tiefer. Nicht zu vergessen, die “Reißleine”, um die Tür zu öffnen, eine Reminiszenz an alle Porsche RS. Aus Gewichtsgründen, hat man diese Option verbaut, bringt vielleicht 100 Gramm – egal, ein Sportler braucht das!
Der Porsche Cayman R “kauert” auf 265er 19 Zoll (265/35 ZR 19) und “bellt” gleich beim Start laut auf. Die Armhaare stellen sich auf. Die Seitenscheibe runter, dass muss ich genauer hören. Langsam fahre ich in Richtung Autobahn. Auf der A8 dann den Klappenauspuff öffnen. Wow, da geht ja noch viel mehr. Aber auch hier bin ich gespalten wie beim Audi R8: Was mag ich lieber? Den sonoren Bass, wenn er nahezu untertourig unterwegs ist oder das laute Fauchen, das fast in ein Kreischen übergeht, wenn der Porsche Cayman R in Richtung Begrenzer stürmt.
Mit einem Verbrauch von 7,7 Litern / 100 km komme ich in Donauwörth an. Sensationell. Klar, genehmigt sich der Cayman auch 15 Litern SuperPlus, wenn er gefordert ist, aber 7,7 l/100 km ist schon eine sehr gute Ingenieursleistung. Der 6-Zylinder Boxermotor mit 3.436 cm³ leistet 330 PS (7.400 1/min), mit Benzindirekteinspritzung (Direct Fuel Injection, DFI) liefert er ein maximales Drehmoment von 370 Nm (4.750 1/min). Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der Cayman R keine fünf Sekunden (4,9 s (4,7 s Sport+). Damit ist er fast auf Augenhöhe mit dem Porsche 911 GTS (4,4 s (4,2 s Sport+)).
Innen funktional, hart aber fair
Sitzheizung, automatisch abblendende Innenspiegel, ParkAssistent (hinten, optional), automatische Sitzverstellung… alles Fehlanzeige. Der Sitz lässt sich nach vorn und hinten bewegen, das ist alles! Rein mit Schwung in die Recaro-Sportsitze. Beim Aussteigen ist ebenfalls Schwung angesagt. 200.000 Kilometer geübt (im Audi TT quattro, S-Line) und nicht verlernt. Die Sitze sind brett-hart. Für einen “Neuling” vermutlich zuerst unbequem. Aber für den Rücken einfach genial und auf der Rennstrecke oder in schnellen Kurven auf der Landstraße “unbezahlbar”. Da muss man sich nicht mit dem Knie abstützen, um die G-Kräfte im Auto abzufangen, sondern man beleibt da sitzen, wo man sitzt, tief in den Sportsitzen “gefesselt”. Porsche bezeichnet die Sitze als “Sportschalensitze – leichte Rennschalensitze mit klappbarer Rückenlehne”.
Zwischenfazit
Der Porsche Cayman R begeistert von der ersten Sekunde. Der satte Sound, der flotte Antritt, das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK, 7-Gang) – alles perfekt, erzeugt eine starke Verbindung zwischen Fahrer und Sportwagen. Den Nörglern, ist er zu unbequem, zu hart zu laut. Meine Antwort: “Ist er zu laut, bist Du zu schwach!”
Linktipps:
- Der Porsche Cayman R bei autoplenum.de
- Der Porsche Cayman R auf porsche.de
- Die Serie “Sportwagen“
- Weiter mit Teil 2
Fotos © Redaktionsbüro Kebschull





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Die Begeisterung des Autors und Fahrers für diesen “Traum” kommt richtig rüber!
Ganz, ganz toll….macht Lust auf mehr!!!!!!!!!!
Gruß