Klar können so zwei unterschiedliche Fahrzeuge nicht gegeneinander konkurrieren. Dennoch war es ein schönes Erlebnis, beide Sportwagen unmittelbar nach einander zu erleben. Und dann gab es noch einen Maserati Grandturismo S.
Endlich ein Ferrari
Die Chance war gegeben, weil die AIL Leasing eine Journalistenausfahrt im Alpenvorland organisierte. Zuerst hatte man die Qual der Wahl, welches der Traumautos man bewegen wollte. Denn, so Peter Schiessl, AILVertriebsvorstand, “Autos muss man erfahren.”
Oldtimer vom Feinsten. HK-Engineering hat sich auf auf Mercedes-Benz 300 SL spezialisiert
Für mich war sofort klar, wenn man die Chance hat, einen Ferrari zu fahren, dann muss man beherzt zugreifen. Für die Rückfahrt hatte ich einen Porsche 356 S gebucht, der sich im Privatbesitz von Christian Finke, COO von AIL, befindet.
Ferrari 355 GTS
Der Ferrari 355 GTS, Baujahr 1995, mit 3495 ccm Hubraum und satten 380 PS ist im eigentlichen Sinne noch kein Oldtimer, sondern läuft bei den Fachleuten unter Joungtimern. Der Ferrari bollert mit einem V8 laut los und die extrem stramme Kupplung ist die erste Hürde, die ein neuer 355-GTS Ferrari-Fan nehmen muss. Also vorsichtig das Klostergelände von HK-Engineering in Polling verlassen und bloß nicht “absaufen” lassen. Bei HK-Engineering durften wir miterleben, wie Mercedes SL 300 zu neuem Leben erweckt werden. Schade, den durften wir leider nicht fahren. Einen Mercedes SL 300 mit Flügeltüren zu bewegen, steht ganz oben auf meiner Wunschliste zum Thema Oldtimer.
Der Ferrari 355 GTS ist ein Tier. Dann der Sound-Höhepunkt, ein Maserati und ein bzw. zwei Ferrari 355 GTS in einem Tunnel. Vorher noch die Aufforderung via Funk: “Runterschalten”. Der Ferrari 355 GTS hängt gut am Gas, soweit man das während einer Journalistenausfahrt mit etwa 12 Autos im Korso beurteilen kann. Er ist ein echter Sportler, sich reinfallen lassen und Sportwagen-Feeling genießen.
Fazit: Der Ferrari ist ein Power-Sportwagen, nicht einfach zu fahren, aber mit hohem Sportwagen-Faktor. Innen hat er schon etwas Patina angesetzt. OK, ein Ferrari, älter als 15 Jahre, für etwa 50.000 Euro.
Das Konzept Classic Leasing
Porsche 356 S, nur 75 PS dennoch ein Traum für viele Oldtimer-Fans. Nicht die PS-Zahl, sondern der Zustand ist wichtig
“Lieber Leasing” heißt es oft für Geschäftsleute und Freiberufler, vor allem, wenn die Geschäfte gut laufen. Die erste Leasingsonderzahlung ist zu 100 Prozent abzugsfähig, natürlich auch die Leasingraten.
Interessant ist die 1%-Regel beim Einsatz von Oldtimern, weil ja ein Prozent vom Neuwagenpreis versteuert werden muss. Beispiel: Kostete ein Oldtimer 1957 beispielsweise 16.000 DM, also gerade mal 8000 Euro. Macht das nach “Adam Riese”: 80 Euro pro Monat. Ein echtes Schnäppchen. “Aber, Oldtimer muss man lieben”, so Rolf Huber, Geschäftsführer AIL Classic Leasing GmbH, “sonst hat der Kunde an dem Auto keine Freude.”
Im Teil 2 kommt dann ein echter Oldtimer, ein Porsche 356 S “zu Wort” und es wird der Spagat in die Neuzeit zum Maserati Grandtourismus gemacht.


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