Wenn man über sportliche Automarken spricht, fallen sofort die Marken: Porsche, BMW und Ferrari. Selten der Name Ford. Aber gerade Ford hat seine Kompetenz in Sachen Motorsport schon oft in der Rallye bewiesen.
Mehr Auto oder eher Sportgerät?
Ford ist eine große Sportmarke. Nicht nur beim 24h-Rennen, sondern insbesondere im Rallye Geschäft. Der Ford Fiesta WRC will in diesem Jahr punkten. Ford liegt mit seinem Focus WRC und seiner Mannschaft “BP Ford Abu Dhabi World Rally Team” zurzeit auf Platz zwei in der WM-Wertung. Die Gene aus dem Rallye-Sport wurden an den Ford Focus II RS vererbt.
Den Ford Focus RS gibt es in drei Farben
Dies bemerkt man schon beim Einstieg. Die Kanten des Recaro Sportsitzes müssen überwunden werden, um als Fahrer oder Beifahrer Platz nehmen zu können. Nach dem Druck auf den Startknopf nimmt der R5 seinen Dienst auf. Ein satter, aber dennoch dezenter Sound macht auf sich aufmerksam: Hier schlummern 305 muntere Pferdchen. Leise und langsam fahre ich durch die Siedlung, um dann auf der Landstraße einmal den Turbolader aufzuwecken. Der Ford Focus RS stürmt munter drauflos und man muss flott schalten, um nicht den Drehzahlbegrenzer zu bemühen.
Jetzt ist man glücklich in einem Recarosportsitz festgehalten zu werden, denn auch die schnellen Kurven liegen dem RS extrem gut. Der RS brüllt und sucht auf der Landstraße nach Gegnern. Der RS schafft den Sprint von 0 auf 100 in 5,9 Sekunden (Werksangabe), genau die Zeit, die auch der aktuelle Boxster mit 255 PS benötigt. Erst bei 263 km/h ist Schluss (Boxster ebenfalls 263 km/h). Aber mein schneller Ritt mit dem Ford Focus RS steht noch aus. Wir werden darüber berichten.
19-Zoll-Felgen, Heckflügel und Sportauspuff
Der RS rollt auf mächtigen 235er 19-Zöllern über die Straße und der Heckflügel signalisiert, dass er auch in den Kurven schnell unterwegs ist. Die beiden “fetten”, nicht zu übersehbaren Endrohre zeigt der RS gern dem Golf GTI (200 PS, 0-100 km/h 7,9 Sekunden) oder dem Opel Corsa OPC (192 PS). Der Golf R32 mit 250 PS könnte da noch am ehesten mithalten.
Der Focus RS dreht spielerisch hoch und der Pilot muss sich beeilen, die nachfolgenden Gänge einzulegen. Ab 4000 Touren brüllt der RS, er faucht, presst seinen Piloten in den Sitz, fordert vom ihm höchste Aufmerksamkeit. Bislang habe ich das ESP noch nicht bemüht. Es gar auszuschalten würde ich bei diesem 305-PS-Geschoss nicht wagen. Als der Wagen nach einer schnellen Überfahrt von Köln bei uns abgestellt wurde, hat der Bordcomputer verraten: 18,4 Liter pro 100 Kilometer. Wir haben bislang einen Schnitt von knapp unter 10 Liter gebraucht.
Der Ford Focus RS kostet 35.900 Euro. In unserer Ausstattungsvariante rollt er mit 40.360,- Euro vom Band. Dafür gibt es keinen Porsche Boxster, aber ein sehr gut ausgestattetes Rallyefahrzeug mit viel Power und Fahrspaß. Nächste Folge: Alltagstauglichkeit.
Linktipps:
- Ford Focus II RS
- Ford Focus RS auf Autoplenum.de
Fotos (c) Gerd Kebschull



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Beim VW-Vergleich müsste man dann aber fairerweise statt dem ausgemotteten R32 die R-Modelle Golf und Scirocco mit jeweils 265PS anführen. Allerdings brauchen die auch um 6,5 Sek. auf 100.
Ich möchte die Miniserie “Die jungen WILDEN” gern weiterführen. Gern dann natürlich auch den VW Scirocco vorstellen. Ich bleibe an dem Thema dran.
Gern
Bis dahin freue ich mich auf Teil 3 des Berichts!
Der nächste Wagen für die Serie “Die jungen Wilden” ist da. Der Volkswagen Scirocco R. Macht SPASS ohne Ende.
Übrigens, auch der Volkswagen Golf R kann mit 270 PS da mithalten. Der R32, war gestern. Heute wird der Golf von einem 2-Liter FTSI angefeuert.