Vor knapp einem Jahr hat uns der Citroën DS3 Sport verzaubert. Jetzt flirtet ein weißer eHDi mit uns. Kann er mit seinen Spareigenschaften überzeugen – oder hat am Ende der Benziner die Nase vorn?
Schneeflöckchen, Weißröckchen…
…so präsentiert sich der weiße Citroën DS3 SoChic (18.800 Euro) mit 90 PS eHDi-Motor in der Schneelandschaft. Eins muss man den Franzosen ja lassen: Sie glänzen mit einer Serienausstattung, da muss man bei den deutscher Herstellern schon tief in die Tasche greifen, um da mit halten zu können.
Citroen DS3 SoChic eHDi - Weißes Auto auf weißem Hintergrund
Mit nur wenigen Extras, beispielsweise Leder-Style-Paket (1.290 Euro), My Way Selection (steht für Farb-Navigationssystem, Audi- und Multimediaanlage mit MP3/WMA-kompatiblen CD-Laufwerk incl. Bluetooth-Freisprecheinrichtung, für 1.300 Euro) und zweifarbiger Karosserie weiß/schwarz (400,- Euro) hat man mit knapp unter 22.000 Euro ein Topp-ausgestattetes Live-Style-Coupe.
Zum Vergleich dazu, startet der Mini One Day zwar auch bei 18.500 Euro, kommt aber mit einigen Extras schnell auf 23.000 bis 24.000 Euro. Der Audi A1 TDI hat uns zwar mit einem super sparsamen Motor überzeugt. Der Preis allerdings, in Höhe von 32.000 Euro, überzeugte uns nicht.
Ausstattung
Zum Thema Ausstattung, Lock & Feel, können wir auf den 4-Teiler Citroën DS3 Sport verweisen. Denn dort haben wir alle Vor- und Nachteile ausführlich beschrieben. Der von uns damals “bekrittelte” Heckspoiler passt diesmal auf einen Millimeter genau.
Motor
Natürlich geht es uns diesmal besonders um den eHdi-Motor. Das “e” steht nicht für Elektro oder Hybrid (stellen wir aber noch in diesem Jahr mit dem DS5 Hybrid vor), sondern für das verbaute Stop&Start-System (die meisten Hersteller nennen es Start-Stopp). Das System funktioniert genau so, wie alle anderen Start-Stopp-Systeme auch: Falls der Motor warm genug ist, schaltet er an einer Ampel aus. Nach Einkuppeln, startet der Dieselmotor wieder.
Die versprochenen 180 km/h hat der eHDi locker geschafft. Gemäß Tacho waren wir auch einmal mit 190 Kilometer pro Stunde auf der BAB unterwegs.
Der angegebene Verbrauch von 3,2 Liter außerorts bzw. 3,6 Liter pro 100 Kilometer ist leider eine Illusion. Auf der Landstraße, wenn man sehr sparsam unterwegs ist, können 4,5 Liter realisiert werden. Wenn man es mit 80 km/h rollen lässt, stehen auch mal 3,5 Liter / 100 km auf dem Anzeigegerät. Im Sommer sind es vielleicht noch ein oder zwei Zehntel weniger. Die Autoplenum-Vergleichsrunde muss der DS3 noch absolvieren.
Es ist unverständlich, dass alle Hersteller weiter ihre Werte auf dem Rollenprüfstand ermitteln, die natürlich fern jeder Realität liegen. 4,5 Liter sind ein guter Wert, auf der BAB (sparsam) sind es auch 5,5 Liter und wenn man flott an Ziel kommen will, auch knapp über 6 Liter. Schade, dass man dem Citroën DS3 SoChic eHDi kein 6-Gang-Getriebe spendiert hat.
Zwischenfazit
Der Citroën DS3 als eHDi ist ein tolles Live-Style Coupe. Der Diesel-Motor macht mit Stop&Start-System eine gute Figur bei akzeptablen Verbräuchen. Mit nur 95 g/km ist er ein echter Saubermann. Um es auf den Punkt zu bringen: Schön, elegant, sparsam und sauber. Da hat man doch als Autofahrer ein gutes Gefühl – oder? Ob am Ende der Benziner die Nase vorn hat, klären wir im zweiten Teil.
Linktipps:
- Der Citroën DS3 bei www.citroen.de
- Der Urahne Citroën DS auf autoplenum.de
- Der Citroën DS3 mit 150-PS-Benzinmotor
- Die Serie “Sparfüchse“
- Der DS3 mit 150 PS auf Auto-Online-Maganzin.de
- Weiter mit dem Teil 2
Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull | Screenshot DS3-App Citroën




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