Aquaplaning kann tödlich sein

von Gerd Kebschull am 29. August 2010

In der letzten Woche ist es durch die Medien gegangen: Bis zu 150 Liter Wasser pro Quadratmeter war in vielen Regionen in Deutschland keine Seltenheit. Für uns Autofahrer heißt das:  Höchste Gefahr.

Audi A5, schwarz, günstig abzugeben

Letzte Woche Montag war ich wieder auf der A7 Richtung Süden unterwegs. Der Himmel zeigte an, dass es gleich heftig regnen würde. Als vorausschauender Autofahrer ist man dann mit gemäßigten 130 km/h unterwegs. Und plötzlich, kam es dann knüppeldicke: Es schüttete wie aus Eimern. Von 130 km/h auf 70 km/h ausrollen lassen, nur kein heftiges Bremsen. Und schon war man wieder sicher unterwegs. Die meisten Kraftfahrer auf unseren Spuren verhielten sich alle ebenso diszipliniert.

Aquaplaning

Aquaplaning ist lebensgefährlich

Auf der Gegenfahrbahn entstand plötzlich eine Gischtwolke und ein schwarzer Audi A5 schleuderte der Leitplanke entgegen und schlug dort ein. Das Fahrzeug hat sich um 180 Grad gedreht. Das ging alles sehr, sehr schnell. Ich habe nicht mehr beobachten können, ob die anderen Fahrzeuge auf der A7 Richtung Norden noch rechtzeitig bremsen konnten. Den Unfall habe ich selbstverständlich  unmittelbar über 110 gemeldet.

Bei einem Fahrsicherheitstraining (s.a. ADAC FSZ) habe ich gelernt, wie schmal das Band zwischen gerade noch beherrschbarem und heftigem Schleudern ist. Aquaplaning muss nicht sein, wenn man rechtzeitig die Geschwindigkeit herausnimmt.

Übrigens bin ich wegen der schlechten Witterungsbedingungen nur etwa 30 Minuten später als gewohnt  in Donauwörth angekommen.

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Foto © Pixelio | Harry Hautumm

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BMW 520d Touring flott, sparsam

von Gerd Kebschull am 24. August 2010

Der neue BMW 520d Touring kostet 42.600 Euro. Ok, das sind über 80.000 Mark, stolzer Preis. Aber was lese ich in der aktuellen Auto motor sport (Heft 18/2010): Testwagenpreis 68.230 Euro. Da hat mal wieder die nach oben offene Aufpreisliste zugeschlagen. Ist das noch in Ordnung?

Nieder mit dem Aufpreis

Den von außen verstellbaren Innenspiegel haben die BMW-Macher bislang noch nicht im Angebot. Aber sonst kann man alles bestellen, was das Herz begehrt. Nicht einmal die Automobilfachverkäufer können ein Auto so bestellen, wie er sein soll. Dafür gibt es ja jetzt den Konfigurator.

BMW 5er Touring

BMW 5er Touring: Schönheit hat seinen Preis

Wollen Sie eine Einparkhilfe vorn und hinten, gibt es aber nur im Zusammenhang mit einem beleuchtet Aschenbecher. Der Spurwechselassistent, der bislang kostenlos als Beifahrer mitgefahren ist und kritische Manöver mit “Oh, oh” kommentiert hat, kostet jetzt 620 Euro. Das Zweibeinige Navigationsgerät, das bislang in einem Autoleben zwei Autoatlanten im Gegenwert von etwa 40 Euro gekostet hat, wird jetzt mit 3050 Euro in Rechnung gestellt.

Audi A4

Audi A4 Avant TDIe kostet auch 41.770 Euro

Auch der Mitbewerber Audi schlägt kräftig zu. Aus einem Audi A4 Avant TDIe (136 PS) mit einem Grundpreis von 33.250 Euro wird mit Ambiente-Paket, Metallic und einigen anderen wichtigen Extra schnell ein Auto, dass mal eben 41.770 Euro kostet.

In der gleichen Zeitung wird dagegen ein Citroen C3 Picasso abgestraft mit dem Hinweis “hoher Grundpreis”, obwohl er mit einigen serienmäßigen Extras wie Einparkhilfe hinten und Klimaautomatik teurer wird als der Opel Meriva. Aber Gott sei Dank haben die Kollegen auch den Sieger Skoda Roomster mit der Bemerkung: “Günstig ist er nicht mehr” nach Hause geschickt. Wir reden hier von Familienkutschen, die Mal locker 25.000 Euro und mehr verschlingen.

Ich habe vor kurzem einen interessanten Bericht im TV gesehen, in dem man einen Standard-Golf von Golf I bis Golf VI immer wieder verglichen hat mit einem Standardgehalt Jahresgehalt und prozentual berechnet, wie hoch der Aufwand ist, sich so ein Fahrzeug zu leisten. Die Gehälter stiegen kontinuierlich, aber überproportional stiegen auch die Kosten für den entsprechenden Golf.

Fotos © BMW AG, Audi AG

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A1, Mini Projet i, Opel Mini & Co

von Gerd Kebschull am 17. August 2010

Audi ist gut aufgestellt, habe ich vor etwa drei Jahren behauptet. Da wusste man auch noch nichts von der Bankenkrise und der Abwrackprämie. Nach einem kleinen Loch, hat Audi jetzt wieder die Kleinwagen “neu” entdeckt: Der Audi A1 wird noch in diesem Monat in den Showrooms stehen, der A2 (ab 2014) ist in der “Mache”. Auch andere Hersteller haben das Kleinwagensegment wieder entdeckt.

Kleinwagen, nicht für Premiumhersteller

An einem Kleinwagen kann man nichts verdienen, so das Motto der Premiumhersteller BMW, Mercedes und Audi. Aber Kleinwagen sind wichtig, denn sie können zu einer Markenbindung führen. Wenn man nach der Uni als Jungingenieur oder Kaufmann die ersten Sporen verdient hat und sich über einen gebrauchten A1 zum A3 hocharbeitet, wird man sicherlich als Familienvater eher einen A6 Avant kaufen, als wenn man dieses “Markenerlebnis” nie mit gemacht hat.

Volkswagen Up auf der IAA 2007

Volkswagen Up auf der IAA 2007

Audi A1 in der Farbe "Amalfi weiss"

Audi A1 in der Farbe "Amalfi weiss"

Dass es sogar noch kleiner geht, zeigt der neue Trend zum City-Flitzer. Haben die Entwickler der Premiummarken über einen Volkswagen Fox, Kia Picanto oder Hyundai i20 gespöttelt, entdecken sie jetzt den Typ “City”. Klein in der Abmessung, sparsam im Verbrauch, aber dennoch ein Auto, dass Spaß macht und besonders junge Menschen ansprechen soll. Audi wird 2012 den Audi City auf den Markt bringen, Mini startet mit dem Project i und Volkswagen wagt den Downgrade zum Up, der ja schon auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2007 vorgestellt wurde. Auch Opel will diesmal den Trend nicht verschlafen und arbeitet an einem Opel Mini der 2014 kommen soll.

Sorgen mache ich mir nur um die Preise. Wird der Opel Corsa Limited zurzeit zu erfreulichen 8.990 Euro angeboten. Startet der Audi A1 15.800 Euro. Als Diesel mit einigen Extras landet man schnell bei 25.000 Euro und mehr. Leute, das sind zirka 50.000 Deutsche Mark. Wer soll das bezahlen?

Fotos © Audi | Kebschull

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Warnwesten für Schulanfänger

von Gerd Kebschull am 8. August 2010

“Sicherheitswesten: Die Nähmaschinen rattern”, schreibt der ADAC in seiner neuesten Ausgabe (8/2010). Aber leider werden die Warnweste für einige I-Männchen zu spät kommen. Denn in Niedersachsen sind bereits am Samstag die ersten Schulanfänger zur Schule gegangen.

Die Westen werden vom TÜV überwacht.

Halt, Warnweste anziehen

Halt, Warnweste anziehen!

Die Idee, an alle Erstklässer kostenlos Warnwesten zu verteilen, ist ja sehr zu begrüßen. Autoplenum berichtete bereits im Februar dieses Jahres über diese Aktion.

Die Warnwesten werden aber wohl erst in einer bundesweiten Aktionswoche vom 22. September bis 1. Oktober verteilt. Das ist leider für einige I-Männchen zu spät. Denn alle 27 Minuten wird ein Kind im Straßenverkehr verletzt.

Schade, dass offensichtlich eine Marketing- Strategie “alle Westen werbe- und image-wirksam zu verteilen” wichtiger ist, als rechtzeitig alle Schulanfänger mit dieser Warnweste auszustatten. Wir bleiben an dem Thema dran und berichten, wenn unser I-Männchen Lisa eine Weste bekommen hat.

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Foto Pixelio | Rainer Sturm

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Elektromobilität – e-miglia

von Gerd Kebschull am 4. August 2010

Das Thema Elektromobilität hatten wir bereits diverse Male und es wird uns sicherlich auch weiterhin beschäftigen. Audi stellt 500 neue Mitarbeiter ein. Ein gutes Zeichen von der Automobilindustrie. Der Aufschwung nimmt Fahrt auf. Auch das Thema Elektromobilität hat bei der Neueinstellung eine besondere Rolle gespielt.

Sind Elektroautos bereit für den Alltag?

Ich bin nach wie vor skeptisch, ob es die Elektroautos schaffen, in großer Anzahl in unseren Straßenverkehr einzugreifen. Es gibt noch zu viele Unbekannte in der Gleichung: Wie teuer ist es, ein eAuto voll zu tanken? Wie lange halten die Batterien? Was ist mit der Entsorgung der Batterien? Ist die Reichweite für meine Fahrt ausreichend? Und so weiter.

Audi e-Tron

Audi R8 e-tron hat bereits die E-Auto Rallye auf der berühmten Silvretta-Strecke gewonnen

Dass Elektroautos eine schöne, auf den ersten Blick saubere und leise Option zum Verbrennungsmotor sind, steht außer Frage. Die Energieerzeuger schwingen sich auch auf diesen Zug. Denn nehmen Autofahrer größere Mengen Strom ab, ist es auch für diesen Geschäftszweig eine lohnende Investition. Pfiffig finde ich die Lösung, dass ein Elektroauto sich “selbst versorgt”. Es werden bereits Carports mit einem Dach aus Photovoltaik-Elementen angeboten.

Interessant ist, dass man mit e-Rallyes auf sich aufmerksam machen will. Der Audi R8 e-tron hat bereits die E-Auto Rallye auf der berühmten Silvretta-Strecke gewonnen. Zurzeit läuft die e-miglia, die es sich als Ziel gesteckt hat, in vier Tagen die Alpen zu überwinden.

Mit Pferdekutschen hat man damals auch so lange gebraucht. Aber ich will das eAuto nicht schon wieder schlecht reden.

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Foto © Audi AG

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(4) Ford Focus II RS – ADAC FSZ

von Gerd Kebschull am 19. Juli 2010

Ein Fahrsicherheitstraining zu machen, ist immer eine gute Wahl. Weil dort bekommt man von den Instruktoren wichtige Tipps und kann auch mal sein Fahrzeug in einem Grenzbereich erleben. Je mehr PS man bewegt, umso wichtiger ist dieses Training.

ADAC Fahrsicherheitstraining in Augsburg

Am letzten Mittwoch durften wir den Ford Focus RS einmal auf dem Gelände des ADAC bewegen. Das hatte für uns mehrere Vorteile: Eine prima Wedelstrecke, auf der man dem RS die Sporen geben kann, ohne das Risiko eingehen zu müssen, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Weiterhin eignet sich die Strecke hervorragend für ein Fotoshooting.

Ford Focus RS

ADAC Fahrsicherheitszentrum in Augsburg: Der Ford Focus RS in seinem Element

Wie macht sich der RS auf dem Wedel-Parcours?

Ford Focus RS

Ford Focus RS: Kurven sind sein Element

Felix Sutschek: Der Wagen liegt einfach klasse. Steif wie das sprichwörtliche Brett. Das ESP ist gut abgestimmt und es macht richtig Spaß, ihn das Beinchen heben zu lassen. Gut fand ich auch das Feedback der Lenkung. Trotz Servolenkung merkst Du genau, wann er zu rutschen beginnt.

Was hat dir am RS am besten gefallen?

Felix Sutschek: Der Motor! Als bekennender 5-Zylinder-Fan für mich ein wahres Sahnestückchen. Sound mit Suchtpotenzial und ein Anzug der einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Wenn dann das Wastegate den überschüssigen Ladedruck abbläst ist das Grinsen festgebrannt.

Gibt es Dinge, die man am RS verbessern könnte?

Ford Focus RS

Ford Focus RS: Absolut geringe Wankneigung

Felix Sutschek: Schwer. Der einzige echte Nachteil an dem Auto ist der fehlende Allradantrieb. Mir persönlich hätte ein sequenzielles Getriebe oder gar ein Doppelkupplungsgetriebe gut gefallen.

Fahrsicherheitstraining – immer eine gute Wahl

ADAC FahrsicherheitszentrumDas Thema Fahrsicherheitstraining hatten wir ja schon mal. So eine Veranstaltung ist für jeden Kraftfahrer eine sinnvolle “Investition”. Gerade wenn man mit einem schnellen Fahrzeug unterwegs ist, muss man sich diesen Spaß gönnen. Das Training hat übrigens keinen Schul- sondern eher Event-Charakter. Wichtig auch: Immer mit dem eigenen Fahrzeug fahren. Denn dieses wollen wir dann ja auch in extremen Fahrsituationen beherrschen. Der ADAC bietet diese Trainingsmöglichkeiten flächendeckend an. Lange Anfahrtswege, gar mit Hotelübernachtung entfallen.

Fazit

Ford Focus II RSDer Ford Focus RS ist ein richtiger Dampfhammer mit einem extrem hohen Spaßfaktor. Darüber hinaus können wir ihm eine gute Alltagstauglichkeit bescheinigen. Was ich schmerzlich vermisst habe, ist ein Tempomat. Denn gerade im Baustellenbereich bewegt man sich mit Tempomat wesentlich relaxter. Passt man nicht auf, fährt der Pilot mit dem sportlichsten Fahrzeug von Ford schnell in die Punkteränge.

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(3) Ford Focus II RS – Sportgerät

von Gerd Kebschull am 15. Juli 2010

Wer sich einen Ford Focus RS kauft, will auch mal schnell unterwegs sein. Sein Revier ist aber nicht unbedingt die Autobahn, obwohl er auch hier mit 263 km/h so manchen Sportwagen abschütteln kann.

Ford Focus RS – Das gute Laune Auto

Wer sich einen RS holt, um damit unauffällig unterwegs zu sein, hat die falsche Wahl getroffen. Der RS wird sofort wahrgenommen, besonders von Autofahrern unter 25 Jahren. In den Augen kann man ablesen: Den möchte ich auch mal fahren.

Zwei ungleich Brüder: Aber beide aus dem Haus Ford

Zwei ungleich Brüder: Aber beide aus dem Haus Ford

Ein tiefergelegter VW Lupo mit Sportauspuff fährt mit einem demonstrativen Doppelgasstoß an uns vorbei. Der RS will zurückfauchen. Dies hier ist sein Revier. Ich verkneife es mir, mit einem Gasgeben zu antworten. Der Lupo ist kein GTI und erzeugt beim RS höchstens ein Gähnen. An uns rollt ein Spoiler-Fahrzeug mit drei jungen Männern vorbei. Daumen hoch heißt: Wir mögen das Auto.

10-Liter Super / Superplus im Schnitt

Seine Marke RS zeigt der Focus gern

Seine Marke RS zeigt der Focus gern

Mit dem RS kann man auch gemächlich trödeln. Wohl wissend, auch genügend Kraft zu haben, einen LKW-Konvoi zu überholen. Gerade bei den zu Sparsamkeit verdammten LKW-Fahrern, die Mautstrecken abkürzen und häufig die Landstraßen belagern, ist man dann froh, eine gewisse Reserve zu haben.

Dann endlich zum Speed-Test auf die A31. Eigentlich um diese Zeit eine ideale Autobahn (s.a. Audi R8) um dem RS mal die Sporen zu geben. Den 5. Gang kann man locker bis 200 km/h ziehen, im sechsten dann weiter gestürmt bis 240 km/h. Da ist noch jede Menge Luft und ich bin sicher, dass er die 263 km/h (Werksangabe) locker schafft. Aber nicht an diesem Vormittag. Es sind einfach zu viele Kraftfahrer mit dem Ziel Nordsee unterwegs. Bei Durchschnittstemperaturen jenseits von 35 Grad sicherlich eine gute Entscheidung. Übrigens, die ersten Fahrzeuge mit wenigen Kilometern auf der Uhr, gibt es schon so um die 30.000 Euro. Gestern waren wir zum Wedeltest auf dem ADAC Fahrsicherheitszentrum. Mehr dazu im Teil 4.

Ladedruckanzeiger (Mitte)

Ein wichtiges Instrument in der Mitte: Der Ladedruckanzeiger

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Fotos (c) Gerd Kebschull

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(2) Ford Focus II RS – Im Alltag

von Gerd Kebschull am 10. Juli 2010

Der Ford Focus ist ein Bestseller, dann aber in erster Linie als Tunier. Als RS ist er ein Wunderwerk an Technik. Ursprünglich waren nur 1.200 Stück geplant, jetzt legt Ford noch einmal 400 Stück für Deutschland nach. In England wurden bereits über 2000 Stück verkauft.

Familienfreundliches Sportgerät

Geht das? Ich denke ja: Ford hat den Spagat geschafft, denn immerhin können bis zu vier Personen einigermaßen bequem ihr Ziel erreichen. Um auf den hinteren Bänken Platz nehmen zu können, werden die vorderen Recaro-Sportsitze einfach nach vorne hin umgeklappt.

Ford Focus RS - Zwei mächte Endrohre kennzeichnen dieses Sportgerät

Ford Focus RS - Zwei mächte Endrohre kennzeichnen dieses Sportgerät

Ford Focus RS

Power ON - satter Sound

Der Kofferraum ist zwar kein Wunderwerk an Platz, bietet aber immerhin bis zu 400 Liter (Porsche Boxster 280 Liter). Bei umgeklappten Sitzen bietet er sogar deutlich mehr Raum für Koffer und Taschen.

Das Ein- und Aussteigen über die Wulst des Recaro-Sportsitzes erfordert eine kleine Sporteinlage. Aber hat man die erste schnelle Kurve in diesem Gestühl erlebt, möchte man keinen anderen Sitz mehr haben. Ich habe fast 200.000 Kilometern in einem Recarositz zurückgelegt. Die Sitze sind hart – und passen perfekt zum Auto.

Oft kommt der Hinweis, dass der Spoiler so ein bisschen auf Krawallo, Motorshow Essen macht. Aber ich denke, wer sich so ein Auto kauft, möchte auch seine Sportlichkeit unterstreichen. Außerdem ist der Spoiler kein Show-Gimmick, sondern ein Instrument, um den Boliden auf der Straße zu halten.

Der RS auf der Nordschleife

Die Kollegen von Sport Auto (08/2009) haben den Wagen intensiv auf der Nordschleife getestet und dem RS durchweg gute Noten gegeben. Die berüchtigte “Grüne Hölle” hat er in 8.26 Minuten zurückgelegt. Im Vergleich dazu war der Mercedes SLK 55 AMG nur 0.02 Minuten schneller. Querbeschleunigungen von 1.2 g steckt der Focus RS einfach so weg, auf der Döttinger Höhe kommt der schnellste Ford mit 221 km/h angeflogen.

Ford Focus RS

Die wichtigsten Instrumente: Drehzahlmesser und Tachometer

Ich denke für uns, als normale Kraftfahrer, zählen andere Faktoren: Wie fühlt sich der Wagen bei der Beschleunigung an, wie verhält er sich in den Kurven usw.? Auf den Punkt gebracht lautet die wichtigste Frage sicherlich: Wie sicher fühle ich mich im RS? Ich habe in dem Auto ein sehr gutes Gefühl. Natürlich animiert er den Piloten auf der Landstraße, auch mal eine Kurve etwas schneller zu nehmen – oder bei der Beschleunigung, den Druck im Rücken zu spüren. Aber immer war der Fronttriebler stabil unterwegs.

Ford Focus RS

Ford Focus RS: 305 PS, 0-100 km/h in 5,9 sec

Auch das Verzögern zaubert Motorsportsound in den normalen Straßenverkehr. Denn, wenn mal das Gas zu schnell zurückgenommen wird, bläst der Motor den überschüssigen Ladedruck über das Wastegate-Ventil ab. Ein Geräusch, das wir von der Rennstrecke her kennen und lieben. An das man sich aber, als normaler Autofahrer, ganz bestimmt erst einmal gewöhnen muss.

In der nächsten Woche fahre ich mit dem Ford Focus RS nach Donauwörth und habe von dort aus, einen Wedeltest auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Augsburg geplant.

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Fotos (c) Gerd Kebschull

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(1) Ford Focus II RS – Rallye-Sieger

von Gerd Kebschull am 8. Juli 2010

Wenn man über sportliche Automarken spricht, fallen sofort die Marken: Porsche, BMW und Ferrari. Selten der Name Ford. Aber gerade Ford hat seine Kompetenz in Sachen Motorsport schon oft in der Rallye bewiesen.

Mehr Auto oder eher Sportgerät?

Ford ist eine große Sportmarke. Nicht nur beim 24h-Rennen, sondern insbesondere im Rallye Geschäft. Der Ford Fiesta WRC will in diesem Jahr punkten. Ford liegt mit seinem Focus WRC und seiner Mannschaft “BP Ford Abu Dhabi World Rally Team” zurzeit auf Platz zwei in der WM-Wertung. Die Gene aus dem Rallye-Sport wurden an den Ford Focus II RS vererbt.

Den Ford Focus RS gibt es in drei Farben

Den Ford Focus RS gibt es in drei Farben

Dies bemerkt man schon beim Einstieg. Die Kanten des Recaro Sportsitzes müssen überwunden werden, um als Fahrer oder Beifahrer Platz nehmen zu können. Nach dem Druck auf den Startknopf nimmt der R5 seinen Dienst auf. Ein satter, aber dennoch dezenter Sound macht auf sich aufmerksam: Hier schlummern 305 muntere Pferdchen. Leise und langsam fahre ich durch die Siedlung, um dann auf der Landstraße einmal den Turbolader aufzuwecken. Der Ford Focus RS stürmt munter drauflos und man muss flott schalten, um nicht den Drehzahlbegrenzer zu bemühen.

Recaro-Sportsitze für guten Seitenhalt

Recaro-Sportsitze für guten Seitenhalt

Jetzt ist man glücklich in einem Recarosportsitz festgehalten zu werden, denn auch die schnellen Kurven liegen dem RS extrem gut. Der RS brüllt und sucht auf der Landstraße nach Gegnern. Der RS schafft den Sprint von 0 auf 100 in 5,9 Sekunden (Werksangabe), genau die Zeit, die auch der aktuelle Boxster mit 255 PS benötigt. Erst bei 263 km/h ist Schluss (Boxster ebenfalls 263 km/h). Aber mein schneller Ritt mit dem Ford Focus RS steht noch aus. Wir werden darüber berichten.

19-Zoll-Felgen, Heckflügel und Sportauspuff

Der RS rollt auf mächtigen 235er 19-Zöllern über die Straße und der Heckflügel signalisiert, dass er auch in den Kurven schnell unterwegs ist. Die beiden “fetten”, nicht zu übersehbaren Endrohre zeigt der RS gern dem Golf GTI (200 PS, 0-100 km/h 7,9 Sekunden) oder dem Opel Corsa OPC (192 PS). Der Golf R32 mit 250 PS könnte da noch am ehesten mithalten.

Der Focus RS dreht spielerisch hoch und der Pilot muss sich beeilen, die nachfolgenden Gänge einzulegen. Ab 4000 Touren brüllt der RS, er faucht, presst seinen Piloten in den Sitz, fordert vom ihm höchste Aufmerksamkeit. Bislang habe ich das ESP noch nicht bemüht. Es gar auszuschalten würde ich bei diesem 305-PS-Geschoss nicht wagen. Als der Wagen nach einer schnellen Überfahrt von Köln bei uns abgestellt wurde, hat der Bordcomputer verraten: 18,4 Liter pro 100 Kilometer. Wir haben bislang einen Schnitt von knapp unter 10 Liter gebraucht.

Mächtiger Flügel, zwei "fette" Auspuffrohre sind die Kennzeichen vom Ford Focus RS

Mächtiger Flügel, zwei "fette" Auspuffrohre sind die Kennzeichen vom Ford Focus RS

Der Ford Focus RS kostet 35.900 Euro. In unserer Ausstattungsvariante rollt er mit 40.360,- Euro vom Band. Dafür gibt es keinen Porsche Boxster, aber ein sehr gut ausgestattetes Rallyefahrzeug mit viel Power und Fahrspaß. Nächste Folge: Alltagstauglichkeit.

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Fotos (c) Gerd Kebschull

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(3) Opel Corsa EcoFlex LPG

von Gerd Kebschull am 25. Juni 2010

Der Opel Corsa LPG war in Donauwörth, Papenburg, Dortmund und Osnabrück. Wir haben ihn kennen und schätzen gelernt. Über 3.200 Kilometer hat er abgespult.

Chic ist er, der Kleine

Der Opel Corsa ist das erste Fahrzeug im neuen Design. Wenn man so will, der Vorläufer des Opel Insignia und auch des Astra. Der Opel Corsa Edition „111 Jahre“, 3-türig, 2.2 LPG ecoFLEC hat 75 PS, wurde in Saphirschwarz, Stoff Cable, Anthrazit ausgeliefert und kostet 16.950,- Euro.

Opel Corsa EcoFlex LPG - Da staunen die Schafe...

Als Extras kommen noch einmal 430,- Euro für den Lack (Farbe) und Polster sowie 195,- Euro für die Raucherausstattung und  Nebelscheinwerfer hinzu. Macht summa summarum 17.575,- Euro. In dem „111 Jahre“-Paket sind Zubehörteile wie Lederlenkrad, Klimaanlage, Radio/CD, Kopfairbags usw. vorhanden.

LPG oder Diesel?

Der Opel Corsa EcoFlex in Papenburg vor dem Rathaus

Der Opel Corsa EcoFlex in Papenburg vor dem Rathaus

Mit dem Opel Corsa LPG ist man flott und preiswert unterwegs. Rekordfahrt war ein Durchschnitt von 7,8 Liter / 100km, was Kosten von unter 5,- Euro pro 100 Kilometer verursacht. Das LPG-Tankstellennetz ist dicht, so dass man davon aus gehen kann, durchweg mit Gas zu fahren. Benzin haben wir nur für den Startvorgang benötigt. Verbrauch gegen Null, die Tankuhr hat sich nicht bewegt. Hat man den Tankvorgang zwei, drei Mal durchgeführt, ist es so einfach wie Benzin tanken. Meist braucht man sich beim Tanken nicht hinten anzustellen, weil der Betankungspunkt abseits der normalen Zapfsäulen ist.

Die entscheidende Frage: LPG oder Diesel?

Der Opel Corsa EcoFlex: Edition „111 Jahre“, 3-türig, 1.2 LPG ecoFLEC hat 75 PS

Wer einen maximalen Aktionsradius von etwa 350 Kilometern hat, ist mit dem LPG günstig unterwegs. Wer längere Strecken fährt, sollte vielleicht parallel dazu, mal den Diesel testen. Ein Sahnestückchen ist sicher der 1.7 CDTI ECOTEC mit 130 PS und 300 Nm Drehmoment.

Damit schließen wir unsere Miniserie „Sparfüchse“ und wenden uns den „jungen Wilden“ zu. Das erste Fahrzeug, das wir vorstellen, ist der Ford Focus II RS mit 305 PS. Ich bekomme jetzt schon eine Gänsehaut, weil der V5, auch vom Sound her, einem Porsche Boxster das Fürchten lehrt.

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Fotos © Gerd Kebschull

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