In Donauwörth ist das Wetter um sieben Uhr morgens noch bescheiden. Heute geht es zum ADAC auf die Motorvision Trackstrecke. Der Golf R soll beweisen, dass er ein echter Sportler ist. Kann 4Motion punkten und der Golf R uns tatsächlich überzeugen?
Testsituation bei Minus 2 Grad
Die Sonne kommt heraus, aber die Strecke glitzert verdächtig. Auf dem Schleuderbelag, der immer schon ohne Eis schwierig zu befahren ist, kann der Fotograf sich kaum auf den Füßen halten. Heute müssen wir extrem vorsichtig sein, um keine Kaltverformung an diesem Schönling zu hinterlassen.
Volkswagen Golf R auf dem Testgelände des ADAC: Die Straße glitzert verdächtig
Die ersten vorsichtigen Runden machen deutlich: 4Motion ist extrem hilfreich, vor allem bei diesen extremen Witterungsverhältnissen. So richtig traue ich mich nicht, bei diesen schwierigen Straßenverhältnissen, den Golf R in den Grenzbereich zu fahren. So nach und nach werden die Rundenzeiten besser. Ein echter Vergleich zum Volkswagen Scirocco R und zum Seat Leon Cupra R ist daher fast unmöglich.
Felix Sutschek
Felix Sutschek, Redakteur von Auto-Online-Magazin ist den Volkswagen Golf R in Augsburg gefahren.
Felix, erst einmal Gratulation, dass Du den Wagen auf der Schleuderpiste so elegant abgefangen hast.
Macht das 4Motion und das ESP beim Golf R einen guten Job?
Felix Sutschek: Eindeutig ja. Gerade bei Verhältnissen wie wir sie auf der Teststrecke hatten, kann man immer wieder feststellen, was für riesiger Vorteile ein Allradantrieb bietet und wie gut die elektronischen Helferlein das Auto auf Kurs halten.
Du kennst dass TFSI-Triebwerk aus dem Rocco und aus dem Cupra R. Wir sind beide Fahrzeuge mit DSG gefahren. Das 6-Gang-Getriebe lässt sich gut schalten und kostet im Golf R fast 2000 Euro weniger.
DSG ja oder nein?
Felix Sutschek: Für die sportliche Gangart ist das DSG von Vorteil. Es schaltet schneller und man hat immer beide Hände am Lenkrad. Sparsamer ist es auf Dauer auch, weil es immer den verbrauchsgünstigsten Gang einlegt, zumal DSG meistens mittlerweile 7 Gänge hat. Aber bis man die 2000€ Zusatzkosten über Sprit reingespart hat, wird eine Weile vergehen. Ich finde, der Golf R ist auch ohne DSG ein scharfes Geschoss.
Dein persönliches Fazit für den Volkswagen Golf R.
Felix Sutschek: Fahrtechnisch kann ich dem Auto nichts ankreiden. Motor hat “Bums wie Sau”, Getriebe schaltet sauber und präzise mit genau dem richtigen Kraftaufwand. Verarbeitung ist allererste Güte, Materialanmutung auch, sowohl vorne als auch hinten. Der Allrad zerrt ihn aus allen erdenklichen Winkeln raus und die Lenkung bietet mehr Feedback als beim Audi RS3. Wer sich mit dem (Biedermann) Design anfreunden kann, macht hier nichts falsch, ich persönlich hätte mir den Allrad in den Scirocco R gewünscht.
Danke an das ADAC FSZ
Vielen Dank an das ADAC Fahrsicherheitszentrum (FSZ) in Augsburg, die es uns wieder einmal ermöglicht haben, den Volkswagen Golf R ausgiebig zu testen und zu fotografieren.
Fazit
Wir haben dieses phantastische 2-Liter Triebwerk jetzt in drei unterschiedlichen Fahrzeugen getestet. Welches Auto hat am Ende die Nase vorn? Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Den Seat Leon Cupra R gibt es bereits ab 30.590 Euro, damit hat er im wirtschaftlichen Bereich gepunktet. Wenn es darum geht, den besten Sportwagen auszusuchen, hat der Volkswagen Scirocco R ganz klar “die hübsche Motorhaube” vorn.
Der Golf R punktet ganz klar mit seinem Allrad. 4Motion ist gerade bei einem Sportwagen immer die erste Wahl, vor allem, wenn man Spaß hat, an schnellen Kurven. Ein Preistipp ist und bleibt der Citroën DS4, der mit 200 PS bei 20.700 Euro startet.
Am Samstag holen wir den Corsa OPC Nürburgring Edition ab. Das Autojahr 2012 bleibt spannend und “wild”.
Linktipps:
- (1) Volkswagen Golf R 4Motion
- (2) Volkswagen Golf R 4Motion
- Unser VW Golf als Video auf YouTube
- Die Serie “Die jungen Wilden“
- Weiter mit dem Opel Corsa Nürburgring Edition
Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull
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