Honda: Seit 65 Jahren erfolgreich

von Kristina Koch am 17. Mai 2013

1948 entstand in Japan eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Honda – benannt nach dem Firmengründers Sōichirō Honda. Zunächst wurden bei Honda Motoren für Fahrräder gefertigt – diese Zeiten sind aber lange vorbei.

Mittlerweile baut der Konzern Automobile, Motorräder, Außenbordmotoren, Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Motorgeräte. Eine Tochterfirma namens Honda Aircraft Company stellt zusätzlich ein Geschäftsreiseflugzeug her.
Der japanische Hersteller ist, gemessen am Börsenindex, der zweitgrößte Automobil-Hersteller der Welt – rechnet man nur die Motoren allein (die Jahresproduktion liegt bei 22 Millionen Stück) ist Honda der weltgrößte Motorenhersteller mit einem Jahresumsatz von 72.5 Milliarden Euro (Stand 2007). Der Konzern beschäftigt etwa 179.000 Mitarbeiter, in 30 Ländern weltweit gibt es Fertigungsstätten des Herstellers.
Seit der Gründung der Firma im Jahr 1948 hat sich der Konzern aber nicht nur in der Herstellung von Automobilen einen Namen gemacht. Der Konzern ist zudem sehr erfolgreich im Bau von Motorrädern – auch in diesem Bereich kann Honda den Titel des weltgrößten Herstellers für sich beanspruchen.

Zudem hat die Marke sich im Motorsport ihre Sporen verdient. Dazu beigetragen haben Fahrer Valentino Rossi und seine drei hintereinander liegenden Siege, als er mit einer Honda Weltmeister im Moto GP wurde. Die Supersportmodelle des Konzerns (Honda CBR 600 und Fireblade CBR 1100 RR) bestimmen maßgeblich den Topstandard des Motorrad-Serienbaus.
Bis 2008 gehörte auch die Formel 1 zu den Tätigkeitsfeldern von Honda. Der Konzern dominierte Ende der 80er Jahre bzw. Anfang der 90er Jahre mit seinen Motoren die Rennserie und gewann sechs Weltmeisterschaften mit Fahrern wie Nelson Piquet, Nigell Mansell, Alain Prost und Ayrton Senna. Erst mit der 2008 aufkommenden Finanzkrise stellte Honda das Engagement in der Formel 1 ein.

Mehr Informationen über Honda gibt es auf der Webseite von Honda Deutschland. Auf autoplenum.de finden Sie zudem aktuelle Testberichte und Erfahrungen sowie viele Fahrberichte, zum Beispiel zum Honda Accord.

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Öl – Der Lebenssaft für Motoren

von Redaktion am 17. Mai 2013

Sogar Omi hatte schon gesagt: “Vergiss nicht, Öl in die Pfanne zu tun, sonst brennt dein Essen an.” Bei Autos verhält es sich ähnlich. Schon nach wenigen Kilometern Fahrstrecke reiben sich die Kolben an der Motorenwand und können ohne Schmierung schnell zu einem Motorenschaden führen. Um einen erhöhten Materialabrieb sowie bleibende Schäden durch Überhitzung zu verhindern, muss sichergestellt werden, dass stets genügend Öl vorhanden ist. Lieferanten für Motoröl gibt es wie Sand am Meer, auch bei den immer zahlreicher werdenden Ersatzteil-Läden im Internet.

Eine große Auswahl an Produkten ist im Online Auto Shop pkwteile.de zu finden. Wie auch z.B. beim Nahrungsmittel ist Öl jedoch nicht gleich Öl. Es gibt die verschiedensten Sorten von dem schwarzen Gold. So besitzt jede Sorte eine unterschiedliche Viskositätsklasse. Die Viskosität bezeichnet die Flüssigkeitsstufe des Öls. Je höher der Wert, desto dickflüssiger ist das Gemisch. Entscheidend sind bei der Auswahl des richtigen Schmierstoffs auch die herrschenden Außentemperaturen .Man erinnert sich, dass früher zu Beginn des Winters neben den Reifen auch das Öl gewechselt werden musste. Bei niedrigen Temperaturen muss das Öl dünnflüssiger sein als bei höheren. Dank der sogenannte Mehrbereichsöle (für mehrere Temperaturbereiche), die sowohl für den Sommer als auch für den Winter ausgelegt sind, muss das Öl aber mittlwerweile nicht mehr saisonal gewechselt werden.

Nicht nur die Viskosität eines Schmierstoffs ist entscheidend, sondern auch die (nicht) vorhandene Legierung. In einem legierten Öl sind Zusatzstoffe enthalten, die beispielsweise eine Verschmutzung mit Fremdstoffen verhindern sollen oder Bestandteile des Motors vor Korrosion schützen.

Für einen Laien ist es bei dieser großen Auswahl an bis ins kleinste Detail ausgetüftelten Schmierstoffen nicht leicht, den Überblick zu behalten. Im Zweifel sollte eine Werkstatt bzw. ein Fachgeschäft mit kompetenter Beratung aufgesucht werden.

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Ersatzteile als e-Coupons

von Redaktion am 16. Mai 2013

Jeder ist auf der Suche nach Schnäppchen. Wer nicht auf den Schlussverkauf warten will, wird im Internet fündig. Auch Rabatt-Gutscheine erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Der Zuwachs wurde derart groß, dass spezielle Gutschein-Portale im Netz  wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.

Rabatt-Coupons gibt es heutzutage für fast jeden Anlass, ob für Kaufhäuser, Reisen und seit kurzem sogar für Ersatzteile von Autos.  Wo früher Schrotthändler und Vertragswerkstätten gemeinsam die Preise bestimmt haben, ist jetzt das Internet federführend was Preise und auch Gutscheine angeht.  Für den Hobby-Schrauber bis hin zum Tuner à la “The Fast and the Furious” gibt es alles, was das Herz begehrt. Alles ist geboten, von Kindersitzen über Bremsbeläge bis hin zu kompletten Getrieben. Aber nicht nur Bastler kommen auf ihre Kosten, sondern auch Urlaubsreisende mit viel Gepäck, für die es beispielsweise ein großes Angebot von  Anhängern und Dachträgern gibt. Eine aktuelle Studie des ADAC beweist, dass ca. 51% der Deutschen mit dem Auto in den Urlaub fahren. In diesem Sinne ist das auch ein Angebot, welches man durchaus in Betracht ziehen kann, bevor man sich in die Berge oder ans Meer aufmacht.

Zum Beispiel gibt es A.T.U. Gutscheine auf Gutscheincodes.de. Die Seite ist nach Marken, Modellen und Herstellerfirmen aufgebaut. Nach Eingabe der Automarke und des entsprechenden Modells erhält man eine Auswahl an Gutscheine von den verschiedensten Firmen. Man braucht nur noch das Gewünschte auswählen, seine Bezahldaten eingeben  und schon ist es geschafft.

Inwiefern sich auch diese Coupons  bewähren, bleibt abzuwarten, denn gerade sporadische Autofahrer setzen trotz Mehrkosten noch eher auf die Vertragswerkstätten Dennoch ist es eine innovative Idee, die sicherlich eine Zukunft besitzt.

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(4) Porsche Boxster S – Alltag

von Gerd Kebschull am 16. Mai 2013

Natürlich ist ein Porsche immer ein besonderes Auto,  ein besonderer Sportwagen. Auch sein Preis macht ihn für viele zum absoluten Traumwagen. Aber man kann sich ja mal informieren. Ab 30.000 Euro wird ein Porsche Boxster Typ 987 auch für “Normalsterbliche” zum Auto, der auch in der eigenen Garage steht. Daher die Frage: Wie macht sich der Boxster im Alltag?

Porsche Boxster im Alltag

Wenn man auf das “S” im Namen verzichtet, bekommt man bei Porsche Boxster (Typ 987) tagesaktuell 91 Fahrzeuge angeboten. Der günstigste kostet keine 24.000 Euro, ist von 2005 und hat nur 52.000 km auf der Uhr. Für einen “jungen” Gebrauchten aus dem Jahr 2011 werden, je nach Ausstattung, etwa 40.000 Euro fällig.

Porsche Boxster Porsche Boxster, Traumwagen mit 315 PS

Porsche Boxster SUnd wie ist er so im Alltag? Völlig unproblematisch, wenn man das tiefe Sitzen mag – und das “REIN- und RAUS-KLETTERN”. Ich meine, dass gehört zu einem Sportwagen dazu! Die zwei Kisten Wasser werden bequem vorne im Kofferraum untergerbacht. Da ist dann noch Platz für den Resteinkauf. Ansonsten hat man ja auch noch hinten einen Stauraum für Laptop, Kameratasche und anderen Kleinkram.

Hoher Fun-, Sucht- und Sonnenschutzfaktor

Porsche Boxster SDas ist unser Fazit. Der Porsche Boxster lässt sich ganz unspektakulär bewegen, säuselt mit 5. Gang bei 50 km/h vor sich hin. Er ist blitzschnell auf 100 km/h, wenn man den Sprint auf der Landstraße mag.

Er ist auch mit Windschott etwas windiger als unser 3er BMW Cabrio. Genial, dass er bereits in neun Sekunden offen oder zu ist. Das erste Wochenende sind wir an drei Tagen etwa sechs Stunden offen gefahren.

Kraftstoffverbrauch

Porsche Boxster SMan hat bei Gesprächen mit anderen Porsche Fahrern manchmal fast das Gefühl, das ist ihnen peinlich, dass Porsche sparen gelernt hat. Egal, ob der Porsche 997 GTS, der Porsche 991 S, der Cayman R – natürlich der Porsche Panamera als Diesel – alle Benzin-Direkteinspritzer können sparsam, wenn man sie lässt. Die 6,2 l/100 km Vorgabe haben wir nicht bestätigen können, aber echte 6,6 l/100 km sind ein sensationeller Wert. Auch die Autoplenum-Minimalrunde mit nur 6,9 l/100 km Super+ kann sich sehen lassen.

Auf der Autobahn haben wir durchweg Verbräuche zwischen 8 und 9 Litern realisiert. Klar ist, bei schnellen Autobahnfahrten werden auch locker 11 Liter und mehr konsumiert. Aber wann kann man mal länger als eine Stunde schneller als 200 km/h fahren?

Modus      Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-
Vergleichsrunde
55 68 7,9
Super-Spar 14 65 6,9
Landstraße, sparsam 82 58 7,2
Landstraße normal 95 65 8,5
BAB sparsam 120 99 6,5
BAB normal 173 125 8,5
BAB schnell 46 150 11,1
Land / Stadt / Kurz-
strecke
150 93 7,7
1. Tankstopp 453 55 9,9
2. Tankstopp 1010 74 9,4
3. Tankstopp 1259 68 9,8
4. Tankstopp 1934 75 9,3

Testverbrauch nach 2.250 km 9,2 l/100 km.

Fazit

Porsche Boxster SDer Porsche Boxster S ist ein tolles Auto, welches keine Wünsche offen lässt. Er macht unheimlich viel Spaß und ist, wenn man ihn lässt, sogar sparsam unterwegs. Wenn man schnell fahren will, hält er fast mit einem Porsche 991 mit. Das Verdeck ist blitzschnell in nur neun Sekunden geöffnet – auch dies ein Rekord.

Das nächste Auto ist ein Volkswagen Golf VII mit 150 Diesel-PS. Auch ein Gewinner, der sehr neugierig macht. Immerhin hat er seine Konkurrenz von Mercedes A-Klasse bis 1er BMW ziemlich alt aussehen lassen. Schauen wir mal!

Linktipps:

Fotos © 2013 Redaktionsbüro Kebschull

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(3) Porsche Boxster S – ADAC FSZ

von Gerd Kebschull am 15. Mai 2013

Wie jedes Auto, so muss auch der Porsche Boxster S auf den Long-Run-Turn und darf auch zum “Toben” auf die Track-Strecke des ADAC Fahrsicherheitszentrums (FSZ) nach Augsburg.

Lange Strecken – kein Problem

Der Porsche Boxster S macht auch auf langen Strecken viel Spaß. Tempomat bei 130 km/h und rollen lassen. Zwischensprints und bergab dann segeln lassen.

Porsche Boxster S Porsche Boxster S – Spar(ß)mobil aus Zuffenhausen

Wie, segeln? Ganz einfach: Tempomat ausschalten und mit dem Paddel + hoch schalten. Spart das? Ich weiß es nicht, glaube ich aber eher nicht, da wir mit dem Porsche 911 S (Typ 991) die Autoplenum-Vergleichsrunde in beiden Modi gefahren sind. OK, im Emsland gibt es keine langen Strecken, die man bergab fahren kann.

Spar(ß)mobil aus Zuffenhausen

Porsche Boxster S und Porsche 997 4GTSAber die Sensation. Kann man eine Strecke von etwa 630 km mit einer Null-Stopp-Strategie zurücklegen? Mit einem Tankinhalt von nur 63 Litern? Ja, man kann, vorausgesetzt man lässt den Boxster auch mal zwischen 100 und 120 km/h rollen.

Denn oft macht es auf der A7 zwischen den Baustellen keinen Sinn, zwischen den einzelnen Baustellen auf 180 km/h zu beschleunigen. Kaum ist man auf 180 kommt schon das 100-Schild.

Man kann den Boxster S also locker zwischen 8 bis 9 l/100 km bewegen. Die Sensation war ein Streckenabschnitt, den wir stätig mit etwa 100 bis 110 km/h (offen) zurückgelegt haben und nach 120 km, mit einem Schnitt von 99 km/h, einen Verbrauch von 6,6 l/100 km realisiert hatten. Sportwagen als Schluckspechte? Da haben wir bei manchen Kleinwagen (bei höheren Geschwindigkeiten) mehr verbraucht.

ADAC FSZ

Porsche Boxster S und Porsche 997 4GTSDer Testhöhepunkt war natürlich die Testrecke des ADAC´s in Augsburg. Etwa eineinhalb Stunden musste der Boxster S beweisen, dass er ein echter Sportwagen ist. Sein Konkurrent war kein geringerer als der Porsche 997 4GTS Cabrio. Nicht ganz fair, weil der GTS fast 100 PS mehr hat.

Felix Sutschek, Redakteur Auto-Online-Magazin.de ist den Porsche Boxster S auf der Trackstrecke ADAC FSZ gefahren.

Felix, Dein Grinsen war so breit, breiter geht es nicht. Wie macht sich der Boxster S

Felix SutschekFelix Sutschek: Das Grinsen kommt nicht von ungefähr. Der Boxster S ist richtig gut. Er emanzipiert sich auch zusehends von dem Übervater 911. Schnell, wendig, richtig agil und auf maximalen Vortrieb getrimmt. Er erinnert irgendwie immer an ein gut motorisiertes Go-Kart. Spaß pur, vor allem in Verbindung mit dem PDK. Das einzige Haar in der Suppe ist der Preis. Wirklich günstig sind 92000€ nicht mehr.

Die Autos 997 4GTS und den Boxster S kann man schwer vergleichen. Immerhin liegen hier etwa 100 PS zwischen und 50.000 Euro. Dennoch die Frage: Wie ist der Unterschied?

Felix Sutschek: Der Unterschied ist gering. Die allermeisten derer, die sich derartige Autos leisten können, werden ihn auch kaum erfahren können. Der GTS bietet einfach deutlich mehr Show-Charakter. Er sieht mehr nach Noblesse und Geld aus. Er klingt auch besser. Aber den Alltag meistert er deshalb kaum besser. Da schenken sie sich nichts. Außer dass der 911 GTS vielleicht etwas komfortabler ist im Alltag.

Könntest Du dennoch einen Vergleich zwischen dem Porsche Cayman R, dem Boxster S, dem Porsche 991 S und dem 997 GTS ziehen?

Porsche Boxster S und Porsche 997 4GTSFelix Sutschek: Das tolle ist, dass sie alle ihre Sache gut machen. Verdammt gut, mit Nuancen auf bestimmte Themengebiete. Der 997 GTS war und ist der Topsportler der 911er Reihe für die Leute, denen der GT3 zu “krawallig” ist und die keinen Turbo wollten. Im 991 S hat er einen würdigen Nachfolger gefunden, der eben dieses Feld wieder besetzt.

Ich bin mir fast sicher, dass es auch eine Neuauflage des GTS geben wird. Der Boxster bleibt das Einstiegsmodell, das ewig unterschätzte Sekretärinnen-Mobil. Er kann brutal viel und wird von den meisten unterschätzt. Vor allem der Boxster S hat es Faustdick hinter den Ohren! Ja, und der Cayman R ist der fahrdynamische Sieger. Sicher, in der  Endgeschwindigkeit gewinnt er nicht. Aber alles was Kurven hat ist seins. Unglaublich wie scharf ein Fahrwerk sein kann. Dazu die perfekten Sportsitze und das PDK. Eine nahezu göttliche Komposition.

Fazit – Test auf der Trackstrecke

Mein persönliches Fazit zum Abschneiden des Porsche Boxster S: Porsche Cayman R und Boxster S liegen gleich auf. Der R kam noch ein bisschen sportlicher, straffer rüber. Das lag weniger an den 15 PS mehr – sondern vielleicht auch an den tollen Recaro-Sportsitzen mit dem besten Seitenhalt.

997 GTS und 991 S spielen eine Liga höher. Wobei mir der Porsche 991 S das meiste Vertrauen gegeben hat. Wir stoppen keine Zeiten, weil das zu unnötig Druck führt und das wollen wir nicht. Die Autos sollen keine Kaltverformung erleben. Der 991 S hat mir genau angezeigt, wann “Schluss mit Lustig” ist. Der Boxster ist unheimlich gutmütig – sehr, sehr lange stabil. Wenn man es dann aber übertreibt, wir er extrem giftig und keilt aus.

Mit dem Porsche 991 S hatte ich das Gefühlt, dass ich mit dem Sportwagen die besten Rundenzeiten erzielt hätte. Das wird dem Porsche 991 von den “echten” Fans zum Vorwurf gemacht. Mit dem kann ja jeder “Hans und Franz” schnell fahren. OK, kann man einem Sportwagen-Hersteller ein größeres Kompliment machen?

Danke

Vielen Dank an das ADAC Fahrsicherheitszentrum (FSZ) in Augsburg, das es uns ermöglicht hat, den Porsche Boxster S ausgiebig zu testen und zu fotografieren.

Zwischenfazit

Porsche Boxster SDer Boxster S ist ein extrem gutes Auto, an dem es nichts zu bemängeln gibt. In 9 Sekunden ist er auf und genauso schnell wieder zu. Auf der Rückfahrt von Donauwörth bin ich meistens offen gefahren. Die kurzen Schauer wurden rasch überbrückt: Kurz ein Drive-Through auf dem nächsten Parkplatz gemacht, bei der Durchfahrt mit etwa 50 km/h geöffnet oder geschlossen und weiter ging es.

Im nächsten und letzten Teil geht es um die Alltagstauglichkeit und es wird der Kraftstoffverbrauch näher untersucht.

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Fotos © Redaktionsbüro Kebschull

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(2) Porsche Boxster S – Fahrbericht

von Gerd Kebschull am 14. Mai 2013

Der Porsche Boxster S ist eine Symphonie in grau, vom Motorsound aber eher Wagner als Mozart. Aber von der Musik passt sowieso nur “Summer in the City”.

Fahrerlebnis, Gänsehaut pur

Schlüssel links, der Boxster bellt kurz auf und der 6-Zylinder Boxster lässt aus seinem 3,4-Liter Hubraum seine 315 PS und 350 Nm Drehmoment erahnen.

Porsche Boxster S Porsche Boxster S – Hoher Fun-, Sucht- und Sonnenschutzfaktor

Porsche Boxster SDer kleinere Motor des Boxster hat “nur” 2,7 Liter Hubraum, 265 PS und 280 Nm Drehmoment, da sind wir in der Nähe von Golf R, Opel Astra OPC. Wir erinnern uns: Der Porsche 911 als 993 hatte damals 275 PS.

Wollen wir daher bei der nächsten Bestellung für den Porsche Cayman einmal das kleinere Triebwerk ordern? Die Leistungssteigerung von 50 PS lässt sich Porsche mit über 10.000 Euro honorieren.

Aber dann gibt es beim “S” natürlich auch so nette Feature wie: Variable Resonanzsauganlage mit zuschaltbaren Klappen, Abgasanlage mit mittigem Doppelendrohr aus gebürstetem Edelstahl, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem Blinklicht und einige “Nettigkeiten” mehr.

Das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK)

Porsche Boxster SDann erst einmal los. Das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK, +2.826,25 Euro) haben wir ja schon mehrfach im Porsche 997 GTS gelobt, was mit der neuen Porsche Generation 991 und Porsche Boxster noch einmal verbessert wurde. Das PDK ist einfach genial. Eigentlich bin ich eher der Schalter-Typ – Wandlerkupplungen sind langweilig, aber die Direktschaltgetriebe sind einfach optimal. Es liegt immer der richtig Gang an, die Schaltzyklen sind so schnell, da kommt sogar ein topp Pilot wie Walter Röhrl nicht mit.

Die Fakten und die Technik sprechen für das PDK, nur der Geldbeutel nicht. Auch beim Verbrauch soll der Boxster S mit PDK (kombiniert) 0,8 l/100 km sparsamer sein:

  • Boxster S (Schalt) 0-100 km/h: 5,1 sec,
  • mit PDK 5,0 sec,  mit PDK und zusätzlich Sport Chrono 4,8 sec

Sport Chrono haben wir im Porsche 997 GST ausführlich vorgestellt. Der Porsche hat zusätzlich zum Sport-Mode (Sport-Taste) noch einen Sport+-Modus. Der Porsche kann dann wie ein Folmel-1-Auto via Launch-Control gestartet werden.

Der Boxster liebt die Landstraßen

Porsche Boxster SDer Porsche Boxster macht immer Spaß: Ob auf der Landstraße oder auf der Autobahn. Mit der Geschwindigkeit geht er so spielerisch leicht um. Wenn ein Volkswagen Scirocco oder ein Seat Leon Cupra R vorne leicht wird, liegt der Boxster immer satt auf der Straße. OK, die 20-Zoll-Felgen stimmen den Roadster straff ab. Ist dann der Dämpfer auf Sport geschaltet, spürt man jeden Kieselstein auf der Straße. Will man das? Ein eindeutiges Ja! Wir hatten das Thema schon bei Porsche Cayman R: Ein Sportwagen braucht Sportsitze und eine straffe Abstimmung.

283 km/h sind eine Herausforderung

Porsche Boxster SDer Boxster S soll als Schalter mit 279 km/h fast die 280-Schallmauer durchbrechen. Der S mit PDK ist mit 277 km/h angegeben, da er mit PDK (nach DIN) etwa 30 Kilogramm schwerer ist.

Wie schon mehrfach erwähnt, fahre ich die Höchstgeschwindigkeit nur, wenn die Autobahn völlig frei und auch kein Parkplatz in dem Streckenabschnitt vorhanden ist.

Die A31 ist am Sonntag sehr früh eine ideale Teststrecke. Der Porsche zieht im Sport-Modus locker bis 240, 250 km/h durch. Dann wird es etwas zäh. Bei 278, 279 km/h geht es nur noch langsam weiter in Richtung 283 km/h. Vielleicht waren noch 1-2 km/h mehr drin. Bis zur Ausfahrt Meppen-Nord habe ich gerade mal 19 Minuten gebraucht.

Zwischenfazit

Der Porsche Boxster S ist ein Sportwagen mit hohem Suchtfaktor. Der Einstiegspreis mit 60.000 Euro geht in Ordnung. Nur bei der Aufpreis-Politik ist Porsche wieder typisch Porsche: Fast 90.000 Euro kostet unser Boxster S. Und da gibt es dann Positionen wie Windschott, das ist das kleine Ding zwischen den beiden Kopfstützen, das noch einmal 240 Euro kostet – natürlich netto.

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Fotos © 2013 Redaktionsbüro Kebschull

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(1) Porsche Boxster S (Typ 981) – 315 PS

von Gerd Kebschull am 13. Mai 2013

Endlich ist er da, der neue Porsche Boxster S. Bereits vor etwa 17 Jahren durften wir ihn auf einem Fahrtag bewundern und fahren. Damals war er der Star, weil nur drei Boxster zur Verfügung standen, die gegen etwa 10-12 Porsche 911 (Typ 993) angetreten sind.

Der neue Boxster, unverkennbar ein Porsche Boxster

Der Boxster aus dem Jahre 1996 war damals die “Einstiegsdroge” bei Porsche. Dr. Wendelin Wiedeking hat damals einen Radikalschnitt verordnet. Weg mit Porsche 944, 928, 968 & Co.

Porsche Boxster S Porsche Boxster S, ein Traum, ein Porsche, ein Cabrio

Porsche Boxster SNur noch Autos, die Geld bringen: Also Porsche 911. Für den Einstieg in die Porsche-Welt wurde der Boxster-Cabrio designt, dem dann ein etwas preiswerteres Coupé folgen sollte. Aus dem Boxster Coupé ist der Porsche Cayman geworden, den wir als R hier ausführlich vorgestellt haben.

Der erste Boxster hatte “nur” 204 PS und einen 2,5-Liter 6-Zylinder Boxer-Motor. Die nächste Ausbaustufe war ein Facelift zum Boxster 987. Jetzt fahren wir den Typ 981 als S mit 315 PS.

Der neue Porsche Boxster sieht edel aus, die Linien gestrafft – aber unverkennbar Porsche, unverkennbar ein Boxster. So viele Möglichkeiten gibt es ja nicht, ein Mittelmotorkonzept “umzustricken”. Er sollte ja weiterhin als Boxster erkannt werden. Mittelmotor bedeutet: Vorne und hinten etwas Kofferraum, der Fahrer sitzt unmittelbar vor dem Motor.

Wenn man beim Porsche 911 Schwierigkeiten hat, einen 997 von einem 991 zu unterscheiden, hat man es beim Boxster einfacher. Der “Neue” hat im Heck eine neue Linie, die vom Spoiler in den Blinker läuft. Die “Spiegeleier”-Scheinwerfer wurden vom 986 zum 987 “gemildert” und haben jetzt Anleihen vom Porsche 918.

Innen natürlich alles edel

Außen dezentes Grau, innen knalliges Rot. Passt gut, parallelisiert aber. Es gibt bestimmt Käufer, die die Farbe als etwas “too much” empfinden. Aber Porsche bietet da ja jede Menge Variationen an.

War früher der Drehzahlmesser das bestimmende Anzeigeinstrument – auch von der Größe her, ist nun der “Tacho” etwa gleich groß. Für mich ist der Drehzahlmesser immer noch das wichtigste Anzeigeinstrument und die digitale Anzeige, damit ich bei der richtigen Geschwindigkeit (z.B. 50 km/h innerorts) den Tempomat aktivieren kann.

Im Porsche Boxster S sitzt man sehr tief, was ich persönlich sehr mag. Für die Sitzeinstellung gibt es (glaube ich) 16 unterschiedliche Einstellungen. Wenn das Verdeckt zu ist, könnte ich oben noch 1-2 Zentimeter mehr “Luft” vertragen.

Zwischenfazit

Der Porsche Boxster S ist ein faszinierendes Auto. Mit PDK und Sportauspuff gleitet er fast lautlos im 5 Gang mit 50 km/h durch die Stadt. Bei leichter Berührung des Gaspedals verwandelt er sich in einen Tiger, der aufschreit und lossprintet als wäre er hinter einem Jaguar her.

Mein Traumauto ist und bleibt der Porsche 911. Aber es ist schon beeindruckend, wie der Boxster den Abstand zum 911 verkürzst hat. Fahrtechnisch und emotional gab es noch nie einen Porsche, der so nah am 911er dran war, wie der aktuelle Porsche Boxster S.

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Fotos © 2013 Redaktionsbüro Kebschull

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Die passende Kfz-Versicherung

von Redaktion am 8. Mai 2013

Wer sich überlegt ein Auto zu kaufen wird bemerken, dass nicht nur der Autokauf selbst ziemlich ins Geld gehen kann, sondern auch die Erhaltung des Wagens.

Die Spritpreise steigen, Werkstätten werden teurer und auch die Fahrzeug-Wartung wie die jährliche Überprüfung sind mit hohen Kosten verbunden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass bei der KFZ-Versicherung eine Variante gefunden wird, welche durchaus kostengünstig ist, jedoch alle wichtigen Leistungen enthält. Denn viele Versicherungsnehmer möchten zwar einen günstigen Versicherungsschutz, sparen dabei jedoch nicht nur bei der monatlichen Prämie, sondern auch bei den Leistungen.

Augen auf beim Sparen

Wichtig bei der KFZ-Versicherung ist natürlich die Prämie. Dabei gibt es verschiedene Faktoren, die vor Vertragsabschluss abgewogen werden sollten. Natürlich muss die Versicherung für den Versicherungsnehmer finanziell zu stemmen sein, dennoch sollte dabei auf zentrale Versicherungsleistungen, wie eine Mallorca-Police, nicht verzichtet werden. Denn je mehr Einschränkungen bei den Leistungen der Versicherung vorgenommen werden, desto billiger wird zwar im Endeffekt die Versicherung. Aber dafür greift diese auch weniger im Schadensfall. Hohe Selbstbeteiligungen beispielsweise (bis zu 400 Euro pro Schadensfall) können genauso ein finanzielles Chaos verursachen wie etwa eine zu niedrige Versicherungssumme, die – wenn der Unfall die Versicherungssumme übersteigt – selbst bezahlt werden muss. Eine Summe von 8 Mio. Euro pro geschädigte Person sowie eine Deckungssumme von 100. Mio. Euro für Sach-und Vermögensschäden sollten in der Versicherung enthalten sein.

Vergleichen lohnt sich

Wer auf der Suche nach der passenden Versicherung ist, findet im Internet viele hilfreiche Info-Quellen. Zu Beginn ist es ratsam, die Leistungen auf der Homepage der Versicherungsgesellschaft selbst zu prüfen. Viele Gesellschaften bieten die Möglichkeit, die Prämie der gewünschten Versicherung bereits auf ihrer Homepage vorher zu berechnen. Andere gute Ratgeber sind Webseiten, auf denen sich unterschiedliche Angebote miteinander vergleichen lassen. So lässt sich bequem der passende Versicherungsschutz ohne großes Suchen finden.

Wer bereits eine Kfz-Versicherung abgeschlossen hat, sollte dennoch immer wieder den eigenen Versicherungsschutz mit anderen Angeboten vergleichen. Oftmals lassen sich so noch günstigere Angebote mit den gleichen Leistungen finden. Gegebenenfalls sollte auch überlegt werden, inwiefern sich ein Wechsel der Versicherungsgesellschaft lohnen würde. Häufig werden spezielle Rabatte angeboten, die den Wechsel “belohnen” sollen.

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Emotion pur: Testfahrt mit dem McLaren MP4 12C

von Kristina Koch am 3. Mai 2013

Auf eine Einladung von McLaren, einen Tag mit dem MP4 zu verbringen, kann man eigentlich nur eines: zusagen und hingehen. Der Tag beginnt bei McLaren München in der Domagkstraße, wo im Verkaufsraum schon die ersten herrlichen Autos im Spotlight funkeln.

Quer durch Oberbayern

Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation dürfen die aufgeteilten Teams in die Fahrzeuge – die Vorfreude steigt. Leider ist die Sonne hinter dicken Wolken verschwunden, trotzdem leuchten die Lacke der Supersportwagen in knalligem orange, rot und kupfer. Es geht raus aus der Münchner Innenstadt, gleich auf die Autobahn. Als das Tempolimit aufgehoben ist, schießt der 1336 Kilogramm leichte MP4 12C (bzw. der 1376 kg leichte Spider) auf leichten Druck am Gaspedal nahezu nach vorn. Die 625 PS und 600 Newtonmeter katapultieren die Insassen in Sekunden auf Tempo 200, dann Richtung Tempo 300 – und trotzdem fühlt man sich immer sicher.

Dazu kann man auch allen Grund haben: Denn das Monocoque, in dem Fahrer und Beifahrer sitzen, ist aus einem Guss in Carbon gefertigt, extrem verwindungssteif und sicher. Das muss es auch sein, schließlich kommt die Technik dazu aus der Formel 1, wo die Fahrer durch ihre hohen Geschwindigkeiten noch viel besser geschützt sein müssen. Zudem ist der MP4 leicht zu bedienen. Keine überflüssigen Knöpfe und Schalter lenken vom Fahren ab, alles ist aufgeräumt.

McLaren hat bei der Konstruktion dieses Fahrzeugs vor allem darauf geachtet, einen sehr komfortablen, schnellen, aerodynamisch perfekten und unglaublich leichten Wagen zu bauen. Alles wurde überdacht und in Frage gestellt, was nicht gebraucht wurde, wurde weggelassen. Tankstutzen zum Beispiel, oder CD-Player. Heraus gekommen ist ein edel geschwungener Supersportler, der Geschwindigkeits-Hungrigen bestens gefallen dürfte.

Nicht nur auf der Autobahn, auch bei der Fahrt über Land zeigt der MP4 echte Rennwagen-Qualitäten: Geschmeidig legt er sich in die Kurven, liegt super auf der Straße. Besonders viel Spaß machen hierbei die Fahrwerkseinstellungen, die man vornehmen kann: Neben einem Normal-Fahrmodus lässt sich der McLaren in den Sport- oder auch in den Track-, den Rennstreckenmodus schalten. Diese Einstellungen beeinflussen die Gasannahme und das Fahrwerk sowie das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das bei normaler Einstellung butterweich in die nächsten Gänge schaltet, bei Sport- und Trackmodus ist der Wechsel spürbarer. Wer lieber selbst schaltet bzw. echtes Rennfahrerfeeling erleben möchte, der kann auch selbst über die Schaltwippen am Lenkrad die Gänge wechseln. Einziges “Manko” soweit: Der MP4 beschleunigt so mühelos und kraftvoll nach vorne, dass man ständig den Tacho im Auge haben muss, um nicht ein unschönes Blitzfoto zu kassieren. In 3.1 Sekunden ist der Supersportler von 0 auf 100 km/h, in 8.9 Sekunden beschleunigt er auf 200 km/h.

Das Interieur

Der Innenraum ist schlicht, aber sehr hochwertig gestaltet. Das Lenkrad und die Sitze lassen sich vielfältig verstellen. Das erweist sich als sehr angenehm, da man nicht nur die Sitzhöhe und den Abstand zu den Pedalen einstellen kann, sondern an der Rückenlehne auch noch gesondert den Winkel der Lordoseunterstützung bestimmen kann. Das ermöglicht eine perfekte Sitzposition. Ein Bonus: Zum Aussteigen fährt der Sitz zurück, sodass man nicht mit den Knien am Lenkrad hängen bleibt, sondern bequem und elegant aus der Flügeltür steigen kann. Ansonsten sind alle Bedienelemente an dem Platz, wo sie hingehören: Schaltwippen, Blinker, Licht und Hupe am Lenkrad, Fahrwerkseinstellungen in der Mittelkonsole, Fensterheber und Klimaanlage links bzw. rechts neben Fahrer und Beifahrer. Lediglich das Media-System, im oberen Teil der Mittelkonsole angebracht, ist nicht so gut gelungen: Durch die große Schräglage des Displays, das dann im Tageslicht etwas spiegelt, ist schlecht zu erkennen, was angezeigt wird – eine “Nebenher-Bedienung” wird so unmöglich. Musik braucht aber ja sowieso keiner – dem 3.8 Liter V8-Motor beim Blubbern und Brüllen zuzuhören ist schöner. Das klappt umso besser im MP4 12C Spider, der offenen Version. Das Verdeck lässt sich innerhalb von 17 Sekunden vollelektrisch aus- und einfahren, bis zu Tempo 30.

Auf dem Flugplatz

Die Testfahrt erstreckt sich aber nicht nur auf die Autobahn oder die Dörfer im Nordosten Münchens, wo die Testwagen mit erstaunten und begeisterten Blicken wahrgenommen werden. Am Nachmittag geht es auf den Flugplatz in Oberschleißheim, wo die Start – und Landebahn bereit liegt, um weitere Rennwagenqualitäten des MP4 12C offen zu legen. In der Mittelkonsole befindet sich nämlich noch ein wunderbares weiteres Knöpfchen, auf dem “Launch” steht. Die Funktion desselbigen erschließt sich dann auch gleich: Am Startpunkt steigt man mit dem linken Fuß auf das Bremspedal, drückt “Launch”, gibt mit dem rechten Fuß Vollgas, löst zügig die Bremse – und der McLaren schießt ohne Verzögerung wie eine Raktete vorwärts. Das geht, weil der Motor bei diesem Extra auf 3.000 Umdrehungen pro Minute kommt und bleibt. Die Beschleunigung presst den Fahrer in den Sitz und die Lippen verziehen sich automatisch zu einem Grinsen – und das liegt nicht nur an der Fliehkraft. Bevor die Rollbahn zu Ende ist, empfiehlt sich dann allerdings doch ein kräftiger Bremsvorgang. Auch hier hat McLaren sich etwas einfallen lassen: Um das starke Eintauchen der Schnauze zu verringern, fährt bei einer kräftigen Bremsung die sogenannte “Airbrake” am Heck nach oben und stellt sich in einem 70-Grad-Winkel auf. Das erhöht den Anpressdruck hinten um ein Vielfaches und bringt den MP4 sicher zum Stehen. Eine Vollbremsung bei 100 km/h braucht 30 Meter, bei Tempo 200 steht der Wagen nach 123 Metern.

Auf dem Parcour lässt sich dann noch einmal das Handling prüfen. Der Wagen lässt sich extrem gut durch die Pylonen steuern, das angehnehm kleine Lenkrad liegt bestens in der Hand. Und auch hier kommt Formel 1-Technik zum Einsatz: Das sogenannte “brake steer”, bei der das kurveninnere Hinterrad bei hohen Kurvengeschwindigkeiten abgebremst wird, um das Untersteuern des Fahrzeugs zu reduzieren.

Lediglich der Preis dürfte da einige Begeisterte noch abschrecken: So kostet der McLaren MP4 12C etwa 208.800 Euro, die Spider-Version sogar über 231.000 Euro (Stand mai 2013).

 

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Werkstatt-Trouble

von Redaktion am 2. Mai 2013

Der Motor surrt merkwürdig, die Klimaanlage heizt, obwohl sie auf der kältesten Stufe eingestellt ist oder die Elektronik im Auto streikt wieder einmal.

In diesen Fällen ist jeder fürsorgliche Autobesitzer gut damit beraten, eine Werkstatt aufzusuchen. Hier können offensichtliche Defekte nicht nur beseitigt, sondern auch eventuell damit zusammenhängende größere Schäden überprüft werden. Doch was, wenn der Wagen nach seinem Werkstattaufenthalt noch immer die gleichen Defekte aufweist, oder – schlimmstenfalls – noch kaputter ist als vorher? Dazu ein paar Tipps:

Generell haftet die Werkstatt mindestens ein Jahr lang für während der Reparatur verursachte Mängel am Auto. Diese müssen vom Kfz-Betrieb bei Übernahme sämtlicher damit verbundener Kosten behoben werden (hiervon ausgenommen sind Defekte, die übliche Verschleißerscheinungen darstellen wie beispielsweise abgenutzte Bremsen oder eine altersschwache Batterie).
Wichtig ist es, den Reparaturmangel sofort zu melden. Defekte, die während der Garantiezeit bereits aufgefallen sind aber erst außerhalb dieser gemeldet wurden, müssen von der Werkstatt nicht mehr Nachbearbeitet werden. Weiterhin sollte man sich die Mängelmeldung durch den Kfz-Betrieb schriftlich bestätigen lassen, damit im Nachhinein keine Zweifel bezüglich der eingehaltenen Reklamationsfrist aufkommen.

Nach entdecktem Reparaturmangel muss erst einmal der ursprünglichen Werkstatt die Möglichkeit zur Nachbesserung gegeben werden. Schafft es diese allerdings nicht die Fehler nach erneuter Reparatur zu beseitigen, kann die Rechnung gemindert oder ganz vom Vertrag zurückgetreten werden. Das gilt auch, wenn die Werkstatt die Nachbesserung verweigert, oder binnen einer gesetzten Frist (zwei Wochen sind in der Regel ausreichend) die Reparaturleistung nicht erbringt.

Rechnungsminderung: Minderungen können generell bei jedem Mangel eingefordert werden, z.B. kann der Wert des Mangels von der Werkstatt-Rechnung abgezogen werden. Um einen Mangel korrekt schätzen zu können, empfiehlt es sich, einen Kfz-Mechaniker oder Sachverständigen zu Rate zu ziehen. So ist man auf der sicheren Seite.

Vom Vertrag zurücktreten: Vom Vertrag zurücktreten kann man nur, wenn  erhebliche Reparaturmängel vorliegen – z.B. eine massiv eingeschränkte Fahrtauglichkeit. In diesem Fall muss die Werkstatt dem Auftraggeber alle bisher gezahlten Beträge wieder zurückerstatten.

Die Werkstatt kann auch Arbeitsschritte in Rechnung stellen, die nicht direkt zur erfolgreichen Reparatur geführt haben. Diese müssen allerdings den anerkannten Regeln der Kraftfahrzeugtechnik zur Eingrenzung der Schadensursache folgen, so der ADAC.

Hierzu ein kleines Beispiel: Oftmals kann die reine Fehlersuche auch schon teuer werden. Denn die Werkstatt muss diese nach den geltenden Regeln des Handwerks betreiben. Das bedeutet, dass zuerst die wahrscheinlichste Fehlerursache A ausgeschlossen werden muss, bevor Fehleroption B überprüft werden kann usw. Und auch wenn Fehlerursache C für den eigentlichen Defekt verantwortlich war, müssen der Check der Fehlerquellen A und B dennoch mitberechnet werden (da für die Überprüfung dieser ebenso Arbeitszeit aufgewendet wurde). Dennoch darf die Werkstatt die Fehlersuche nicht absurd in die Länge ziehen und absichtlich Unkosten verursachen – grundsätzlich muss sie sich dabei an die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit halten.

Schaltet man eine zweite Werkstatt ein und kommt dabei heraus, dass vorherige Arbeiten im ersten Betrieb zur Erleichterung der Fehlerbehebung geführt haben (z.B. durch eine zielführende Untersuchung der Fehlerursachen) müssen diese Leistungen ebenso bezahlt werden. Auch wenn es anfänglich so ausgesehen haben mag, dass die erste Werkstatt lediglich im Dunkeln tappte.

Fazit: Es schadet nie, sich vor dem Gang zur Werkstatt über diese zu informieren. Zahlreiche Bewertungsportale wie autoplenum.de können einem dabei gute Dienste leisten. Webseiten wie www.spardoso.de/atu/ bieten darüber hinaus auch Schnäppchen für Werkstätten. Vorinformieren lohnt sich also!

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